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[Story] Auferstehung
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Rice





Joined: 29 Apr 2010
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PostPosted: Tue, 10. Apr 12, 22:33    Post subject: Reply with quote Print

Inetresssssant Very Happy

Auch wenn ich der Deutschensprache in form von Schrift und Grammatik, meilen weit entfernt liege da mit reden zu können, ist mir das ein oder andere aufgefallen.
Wobei ich das Korrektur lesen unserem Boronen überlasse, der auch wirklich nichts auslässt Wink .


Da sah er, dass ein Stützträger von der Decke auf seine Beine gefallen war und Braks lag eine Stufe höher hinter dem Waffenpult, über welches er geflogen sein musste.

--irgendwie hab ich mich beim lesen im Jäger verlaufen, könnte nun, nur an mir oder an der gegeben Uhrzeit liegen also nicht wichtig. Denke bei Jägern eher an sowas wie einem fliegendem Panzer aber nungut das ist wirklich Fantasie sache, und die können auch "innenraumtechnisch groß"sein siehe den Abrahams ^^ Smile

..., der Minister war von Knochenbrüchen verschon geblieben und half von Braks unter dem Träger hervor....

--er wurde geadelt wärend des unglück oder hab ich es irgendwo überlesen?

Ein riesiges Waldgebiet war umgeworfen wurden und eine Flutwelle...

--Das ist nun Speziell beim lesen sticht es mir persönlich ins Auge kann aber keine Aussage dazu machen ob es "wurden" waren oder "worden" waren sein soll.

Auch sind alle gefangen des Geheimbundes in Sicherheit...

--ich glaub da fehlt was bei gefangenen, wobei ich lieber von Geiseln spreche, liest sich in meinen Augen dramatischer und die Fehlerquote, bei meinen texten sinkt ^^

Sie Verbindung wurde aber nach Ausfall der Tore kaum nachgefragt,..

--Sie war doch nur eine Die, oder ? ^^


Viele Infos, in form wie ich sie mag sonnst, würd ich dir Fremdschreiben in der Kreativabteilung.Wink
Gratulation das es ins nechste Semester geht, zum Leid deiner Leser, zum Wohl des Seinigen Very Happy

Entschuldige bitte die Smiley Flutwelle, leider hat der Sprung des Splitschiffes einnige Steuerelemente der Konvertierungssoftware von Neo-Japanisch ins Deutsche Gegrillt, wodurch Zeichen falsch interpretiert werden.
Argonischer Buben Interpretierer error #418 Laughing


_________________

Eine der hoffnungsreichsten Lebenslagen ist die, wenn es uns so schlecht geht, dass es uns nicht mehr schlechter gehen kann. [Felix Krull]
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Boro Pi
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Joined: 06 Nov 2002
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PostPosted: Tue, 17. Apr 12, 21:24    Post subject: Euer Borone Reply with quote Print

Rice wrote:
Wobei ich das Korrektur lesen unserem Boronen überlasse, der auch wirklich nichts auslässt Wink .

Abgesehen vielleicht von dem ein oder anderen Kapitel... Rolling Eyes
Ich finde einfach nicht mehr genug Zeit, um mich mit den - dankenswerterweise - längeren Geschichten hinreichend zu beschäftigen. Habe mir allerdings das Kapitel 14 erst einmal in eine Worddatei kopiert und werde es mir bei Gelegenheit ansehen. Und angesichts der universitären Auslastung des Autors kann ich mir diesmal scheinbar auch mehr Zeit lassen, ohne in Verzug zu kommen. Very Happy

EDIT:

So, gesagt, getan. Die Ausbeute des Kapitels 14:
Leider muss ich feststellen, dass Du weiterhin die gleichen Fehler machst.

Kapitel 14 – Neustart

Erster Absatz

Braks wurde von einem Kribbeln im Gesicht geweckt. Als er die Augen öffnete, zuckte er zusammen.
Aber wo war er, was war geschehen?
Braks versuchte – Komma - sich zu bewegen, er spürte sofort einen stechenden Schmerz im rechten Bein.
Der Premierminister lag auf dem Boden vor der zerstörten Panoramascheibe, er kam gerade zu sich. Nachdem er auch vor Schmerzen gestöhnt hatte, stand er auf, der Minister war von Knochenbrüchen verschon geblieben und half von Braks unter dem Träger hervor.
„Aber ja – Komma - es geht schon.“
Er drehte sich um und sah, dass der hintere Teil des Schiffes brannte und völlig zerstört war, einzig die Brücke war noch einigermaßen intakt geblieben.
In diesem Moment erhielt er, über ein hinter dem Ohr implantierten Gerät, eine Nachricht.

Zweiter Absatz

Auch waren alle Gefangenen des Geheimbundes in Sicherheit, sie vermuteten, dass die restlichen Gesuchten in der Fregatte saßen.
Braks würde ihm bald dabei helfen.
Es musste geklärt werden, was bei dem Sprung des Splitschiffes passiert war und welche Folgen das haben konnte. Auch sollten morgen die Testsprünge des argonischen Schiffes starten, das mit dem fokussierten Sprungantrieb ausgerüstet war.

Dritter Absatz

Dort war das Sprungschiff untergebracht und hier sollte der erste Sprung in dreißig Stazuras starten.
Die Wissenschaftler Sendy Sahkarna, Kulo Hi, Kelmanckagtek und Aron Pareii, der aber an den bemannten Missionen nicht teilnehmen würde, waren anwesend.
Mit einem Fingerzeig erschien über der Mitte des Konferenztisches eine 3D-Projektion aus der Kamera der Brücke des schweren Jägers – Komma - mit dem er abgestürzt war.
„Dem kann ich soweit Zustimmen, aber wir sollten noch auf die Scannerdaten des Schiffes warten, wenn diese überhaupt rekonstruiert werden können.“

Vierter Absatz

Der Premierminister bat die Senatoren – Komma - Platz zu nehmen, er wollte beginnen.
„Dafür müssen wir stehen, um das Vertrauen der Bevölkerung zurück zu gewinnen!“
Der Borone Kulo Hi forderte alle Anwesenden auf sich zu setzen, dann begann er ein paar Worte zu sagen:
„Erstmalig sind wir in der Lage – Komma - ein Raumschiff fokussiert springen zu lassen.“
Sonralicht flutete den Hangar und entließ das Schiff in den Weltraum. Eine Anzeige leuchtete in der Mitte des Tisches auf.
Ein greller – Komma - weißer Blitz hüllte das Schiff ein und es verschwand.
Alle Beteiligten begannen zu klatschen und sprachen ihre Glückwünsche aus, aber für die Wissenschaftler begann nun die schwere Arbeit die Ursache für die Abweichung zu finden.

Boro

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Profitgier





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PostPosted: Wed, 1. Aug 12, 13:32    Post subject: Re: Euer Borone Reply with quote Print

Boro Pi wrote:

Ich finde einfach nicht mehr genug Zeit, um mich mit den - dankenswerterweise - längeren Geschichten hinreichend zu beschäftigen. Habe mir allerdings das Kapitel 14 erst einmal in eine Worddatei kopiert und werde es mir bei Gelegenheit ansehen. Und angesichts der universitären Auslastung des Autors kann ich mir diesmal scheinbar auch mehr Zeit lassen, ohne in Verzug zu kommen. Very Happy


Um es mal etwas drastisch auszudrücken: Deine Zeit ist leider abgelaufen! Laughing

Nach langer Abstinenz melde ich mich hiermit zurück, mit einem neuen Kapitel natürlich. Wink

Wie versprochen wird es um die Verhandlungen mit den Terranern gehen. Dazu gehören natürlich alle Probleme, die auftreten können. Also viel Spass beim Lesen. Smile

Kapitel 15 – Frieden und neue Probleme

Nachdem die neuen staatlichen Mitarbeiter von der Kommission bestimmt worden waren, fanden am heutigen Tazura die Einweisungen in den einzelnen Ämtern statt. Der Premierminister wollte diese Zeit nicht ungenutzt lassen und traf sich mit dem Anführer der Terraner auf der Handelsstation im Orbit von Argon Prime. Es sollte um neue Friedensverhandlungen und einen Gefangenenaustausch gehen.
In dem kleinen Konferenzraum auf der Handelsstation befand sich ein Tisch mit zwei Stühlen. Ansonsten war die Raum karg. Weiße Wände grauer Teppichboden und keine Fenster. Vor dem Raum standen je zwei Wachen der Argonen und der Terraner. Dies war Voraussetzung der Terraner gewesen.
Der Premier von Argon Prime saß bereits an jenem Tisch und wartete auf den terranischen Admiral Rone Carr. Die Verhandlungen wurden Live übertragen und waren auf dem terranischen Flaggschiff, auf einer großen Videoanzeige im Regierungsviertel von Argonia City und bei den Nachrichtensendern zu sehen, dies war die Bedingung der Argonen für die Zusammenkunft gewesen. Gleichzeitig überwachte der militärische Beauftragte der Argonen, Emeil Shank, die Konferenz im Verteidigungsministerium ganz genau.
Nun trat Rone Carr in den Raum. Sein Blick war grimmig und die Mundwinkel hingen weit herunter. Er war etwa genauso groß wie der Minister, hat blondes kurzes Haar und war gut durchtrainiert. Desweiteren trug er einen grauen Overall mit dem Emblem der ATF.
„Guten Tag Herr Premier.“, schnurrte der Terraner grimmig.
„Ich freue mich Sie begrüßen zu dürfen und fühle mich geehrt Sie persönlich treffen zu können.“, entgegnete der Premier.
Carr schaute ihn ungläubig an und verdrehte die Augen.
Doch der argonische Minister ließ sich nicht beirren und erläuterte die Situation der letzten Wochen noch einmal. Dies sollte gleichzeitig der Aufklärung der Bevölkerung dienen, die bisher nicht die ganzen Details kannte. Er ging auch davon aus, dass Rone Carr nicht alle Einzelheiten erfasst hatte.
„Ich bitte die Unannehmlichkeiten dieser Vereinigung ausdrücklich zu entschuldigen! Sie haben, aufgrund der sich geänderten Situation, falsch gehandelt und versucht uns Terraner gegen die Argonen und umgekehrt aufzuhetzen. Leider besteht nicht die Möglichkeit die Verantwortlichen zur Rechenschaft zu ziehen, aber wir werden das Klima zwischen unseren Völkern verbessern.“, ließ der terranische Admiral verlauten, wie auch: „Wir werden die Person oder Personen ausfindig machen, mit denen der Geheimbund der Gemeinschaft auf den terranischen Schiffen kommuniziert hatten.“
Der Premier erfuhr auch, dass die Terraner mittlerweile die Tore untersucht hatten und festgestellt haben, dass diese nicht von Argonen abgeschaltet worden sein können. Dieser Fakt hatte ursprünglich zu einer Verschärfung des Konflikts geführt. Weiter beschlossen beide Seiten sich zu unterstützen, um die herrschende Ressourcenknappheit zu bekämpfen. Im Gegenzug werden die Terraner die Möglichkeit haben in die Quartiere der Handelsstation im Orbit von Argon Prime zu ziehen, welche dafür hergerichtet werden. Die Station hat seit Abschaltung der Tore ihren Sinn verloren und wird nun kaum noch genutzt. Die Terraner werden auch die Nahrungsmittelproduktionsstation an die Argonen zurückgeben und alle Gefangen freilassen. Letzteres gilt auch für die Argonen. Alle Personen, die in Verbindung mit dem Geheimbund standen werden vor ein gemeinsames Gericht gestellt.
Dies sind die Ergebnisse einer langen und anstrengenden Diskussion, welche auch unter Argonen und Terranern für Gesprächsstoff sorgte. Ungeklärt bleibt zunächst, ob Terraner den Planeten oder andere Stationen betreten dürfen und ob die Argonen an Bord der terranischen Schiffe gehen können.
Nach dem Ende des Gespräches gab Rone Carr noch eine schnippische Bemerkung von sich, welche den Premier zu recht erzürnte: „Herr Minister, Sie können doch besser Verhandlungen führen, als ich es von meinen Vorgängern erwartet habe. Ich bin erfreut mit jemanden auf gleicher Höhe verhandeln zu können.“
„Gleichfalls, Herr Admiral!“, rief der Premierminister ihm noch hinterher, als er den Raum verließ, um von seinen Wachen zu seinem Shuttle gebracht zu werden.

Für die Abendstunden war nach einigen Tagen die erste Senatssitzung einberufen worden, es gab viel Klärungsbedarf. Ein Grund war auch gewesen, dass der Minister und Braks ohne Zustimmung die Maßnahmen durchgeführt hatten, die unter anderem einigen Argonen, Terranern und Split das Leben gekostet hat. Ein weiteres sehr wichtiges Thema war, dass Argon Prime die wertvollen Metalle und Legierungen ausgingen, die in der aktuellen Situation für Fortschritt und Technik sehr wichtig waren. Der Mond Argon Primes, Lunas, war ebenfalls bereits besiedelt und enthielt nur wenige Erze. Man musste nach neuen Objekten Ausschau halten.

Am Nachmittag hatten sich Braks und der Premier im Krankenzimmer von Jako Brano verabredet. Sie wollten ihm alles erklären und sich seines Genesungsfortschrittes vergewissern.
Der Premierminister traf Braks schon auf dem Weg zum Krankenhaus und sie diskutierten über die Verhandlungen mit den Terranern. Der Gang zu Fuß war für beide eine Entspannung. Die klare kühle Luft, der kräftige Wind und die helle Sonra am tiefblauen Himmel ließen die Anspannung der letzten Tazuras verfliegen.
Jako Brano, dem Verteidigungsminister, ging es heute schon deutlich besser. Er saß im Bett und schaute die Wiederholung der Verhandlungen mit den Terranern auf den ArgoNews. Die Liveausstrahlung hatte er verschlafen, was ihn sehr ärgerte. Gespannt lauschte er den beiden zu, als es an der Tür klopfte.
„Hier hat man aber auch nicht einen Moment seine Ruhe! Kommen Sie schon rein.“, sagte Jako laut.
Er rechnete fest damit, dass eine Krankenschwester oder der Roboter wieder nach ihm sehen wollten. Als er dann Braks grinsend als ersten durch die Tür kommen sah und der Minister ihm folgte, wurde er leicht rot im Gesicht.
„Herr Brano, wie wir ihn kennen! Immer Top informiert und die Ruhe liebend.“, lachte Braks ihn an und gab ihm die Hand, nachdem ihn der Premier schon begrüßt hatte.
„Warum sehe ich eigentlich auf den 3D-Projektionen immer so aufgeblasen aus?“, fragte der Premier in die Runde, nachdem er den Projektionen einen Moment Beachtung geschenkt hatte.
Beide setzten sich zu dem Patienten und unterhielten sich. Jako Brano erzählte ihnen unter anderem, dass er am Ende der Wozura entlassen werden wird und schon bald wieder seine Arbeit aufnehmen wird. Er war es leid im Bett zu liegen und zu diesen angespannten Zeiten nicht helfen zu können. Noch lange erzählten sie über die Verhandlungen, den Geheimbund und die Testsprünge, aber dennoch mussten sie ohne alles gesagt zu haben das Krankenhaus verlassen. Die Senatssitzung würde bald beginnen.
Auch diesmal gingen sie die Strecke zu Fuß zurück und genossen die frische Luft und die nun einsetzende Dämmerung. Dabei diskutierten sie über die Möglichkeiten die Ressourcenknappheit zu beenden.
Dies war auch das erste Thema der Senatssitzung, denn dieses Problem hatte Priorität. Es gab viele Vorschläge, wie man dem Engpass begegnen könnte. Kurzfristig wären ein Abriss des Ausrüstungsdocks und ein Rückbau der Flotte, sowie der Handelsstation möglich. Dies würde schnell möglich sein und ohne großen Aufwand, allerdings wäre die Lösung keine dauerhafte. Eine weitere Idee von einigen Senatoren war, die letzten und recht geringen Vorkommen auf Argon Prime selbst auszubeuten, auch dies wäre schnell und günstig umsetzbar. Probleme wären aber der geringe Ertrag und die Umweltzerstörung, daher wurde auch dieser Vorschlag abgelehnt.
Blieben nur noch zwei übrig. Entweder an den Rand des Sonrasystems reisen und dort Asteroiden untersuchen und besiedeln, um dort Ressourcen abzubauen. Auch gab es diesbezüglich den Vorschlag einen ausgewählten Asteroiden von seiner Bahn abzulenken, um ihn in die Mitte des Systems zu bringen, dies würde die langen Transportwege minimieren. Aber dies würde Risiken für den Mond Luna, Argon Prime und die Handelsrouten bedeuten. Also blieb letztendlich nur noch der innerste Gesteinsplanet Cotan. Dieser wurde bisher weder genutzt noch waren Planung in die Richtung vorhanden, da er eine dünne giftige Atmosphäre besitzt und die Temperaturen auf der sonrazugewandten Seite extrem hoch sind. Aber die Geologen sind sich sicher, dass dort auch die größten Mengen an Metalle und seltenen Erden zu finden sind.
Letztendlich beschloss man dann, dass die Teile, die beim Abbau des Ausrüstungsdocks und beim Umbau der Handelsstation übrig bleiben, für den Bau eines Außenpostens auf Cotan verwendet werden sollten. Man wird für den Abbau der Mineralien hauptsächlich Bots und ferngesteuerte Maschinen einsetzen, die von einer handvoll Argonen überwacht und notfalls repariert werden. Sobald die Planungen abgeschlossen sind, wird der Bau beginnen, denn die Zeit drängt. Man brauchte die Stoffe für den Bau von Sonnenkraftwerken, der Schiffserkennungslaserkanone und für viele alltägliche Dinge.
Nach einer kurzen Pause ging die Senatssitzung weiter und man kam nun zu dem wohl schlimmsten Fall der argonischen Politikgeschichte. Große Teile der Institutionen der Argonen in der Gemeinschaft waren von Spionen und Feinden unterwandert worden. Der Premierminister erklärte den Werdegang der Probleme, die nun endlich an das Licht gelangt sind. Dafür waren lange und aufwändige Befragungen der knapp zweihundert festgenommen Personen nötig gewesen.
Begonnen hatte alles wenige Wochen nach der offiziellen Öffnung der Torverbindung zur Erde. Die Gemeinschaft der Planeten versuchte mehr über die Technik der Terraner zu erfahren, um den Kampf gegen die Xenon und Khaak mit besseren Waffen begegnen zu können. Man bat den Terranern Credits, Technologie und Waren an, damit ein Handel zustande kam. Dies wurde von den Terranern jederzeit abgelehnt. Sie unterstützten zwar die Gemeinschaft in den Kampfhandlungen, welche sie früher oder später selbst bedroht hätten. Aber tiefgehende wirtschaftliche und politische Kooperationen kamen nie zustande. Deswegen begannen die Argonen Agenten und Spione in das Sonnensystem zu schicken, um über diesen Weg an Informationen zu kommen. Zur gleichen Zeit bekamen die Terraner Informationen über AGI-Technologie, welche die Gemeinschaft besaß und verwendete. Dies verletzte eines der wichtigsten Gesetze der Terraner, die aufgestellt worden waren, um das Sonnensystem vor dem erneuten Angriff von Terraformern zu schützen. Die Terraner stellten im weiteren Verlauf sämtliche Verbindungen zu Argon Prime ein und erklärten letztendlich den Krieg. Gleichzeitig wuchs auch der Widerstand in der Gemeinschaft, welcher sich Zusehens strukturierte. Am Ende arbeiteten fast alle Geheimdienste der Völker der Gemeinschaft und die Piratenfraktion der Yaki und des Berylls an einer Flotte von Assemblerdrohnen, um die Terraner anzugreifen, welche einen Streifen der Verwüstung in der Gemeinschaft hinterließen. Die Geheimdienste brauchten Informationen der argonsichen Regierung, weshalb diese immer mehr Personen in wichtige Positionen einschleusten. Wie sich nun herausstellte, waren nach und nach auch viele Terraner aus Protest an der eigenen Regierung in diesen Bund eingetreten und kamen somit auch an Schlüsselstellen in den Reihen der Argonen. Dies nutzte natürlich auch der terranische Geheimdienst, womit am Ende ein Geflecht entstanden war, welches keiner mehr kontrollieren konnte und es wuchs immer weiter. So entstand der Geheimbund der Gemeinschaft. Dieser hatte nun so viel Macht, um im Sektor Argon Prime die gestrandeten Terraner und Argonen aufeinander zu hetzen. Ziel war es anschließend an die Macht zu kommen und ein neues Zeitalter zu beginnen. Als letztes und neustes Ziel wurde die Auferstehung der Gemeinschaft unter den Bedingungen des Geheimbundes festgelegt.
„Und nun halten sie sich fest!“, holte der Premierminister aus und machte eine Pause. Es herrschte gespenstische Ruhe. „Sie haben es geschafft einen fokussieren Sprungantrieb zu bauen und ihn in ein Schiff einzubauen, mit dem Ziel das Jonferco-Hauptquartier oder die Paraniden zu erreichen. Dies war der erste Schritt, der zweite wird sein dort in den Besitz der Baupläne der Highway-Technologie zu gelangen, welche in Albion vor dem Ausfall der Tore entwickelt wurden und wovon ein Prototyp an die Paraniden verkauft wurde. Der Geheimbund darf die Pläne nicht in die Hände bekommen, denn dies würde bedeuten, dass sie in anderen abgeschnitten Sektoren an die Macht kommen würden. Die Folge wäre die Bedrohung und Übernahme weiterer Welten. Das dürfen wir unter keinen Umständen zulassen!“
Jubel brach los und ging nach und nach in eine wilde Diskussion zwischen einzelnen Senatoren über. Der Premier mahnte mehrmals zur Ruhe, er wollte seine Rede fortsetzen, aber die Senatoren reagierten überhaupt nicht.
„Jetzt seien sie gefälligst ruhig!“, rief der Minister und schlug dabei mit voller Wucht auf das gläserne Pult, an dem er stand.
Durch den kräftigen Schlag war die obere Glasscheibe gesplittert, welche auch alle technischen Komponenten enthielt. Die Folge war ein lautes Aufkreischen der Lautsprecher. Doch dieses Geräusch schaffte das, was der Premierminister nicht schaffte. Die Diskussion unter den Senatoren verstummte abrupt.
Auch Braks hatte eine solche Reaktion des Ministers nie zuvor erlebt und machte große Augen.
Ein Mitarbeiter der Technik kam hereingerannt und brachte dem Minister ein neues Mikrofon, welches im Gegensatz zu dem, was der Minister hinter dem rechten Ohr implantiert hatte, mit der Technik im Saal verbunden war. Dabei handelte es sich lediglich um einen wenige Millimeter großen Chip, den der Techniker an die Jacke des Premiers steckte. Als er den Glastisch sah, blieb er einen Moment stehen und schaute den Minister erschrocken mit großen Augen an.
„Hier geht es Schlag auf Schlag!“, rief der Premier dem Techniker noch schnippisch hinterher, als dieser sich umdrehte und zum Ausgang rannte.
Der Minister setzte seine Erläuterungen fort.
Unser Verteidigungsminister Jako Brano, hatte als erster die Spitze des Eisberges entdeckt und daraufhin alle Hebel in Bewegung gesetzt. Dadurch wusste auch der Geheimbund schnell, dass er drohte aufzufliegen. Die weiteren Geschehnisse kennen sie. Senator Braks und ich mussten in der Folge sicher gehen, dass niemand etwas von unserem Vorhaben erfährt, weshalb nur sehr wenige Leute eingeweiht waren. Deshalb konnten wir die Mission auch erfolgreich abschließen und die größte Gefahr abwenden. Der Geheimbund der Gemeinschaft war nun in diesem Sektor zerschlagen!
„Wer mit der geschilderten Vorgehensweise nicht einverstanden ist, möchte sich bitte erheben.“, ergänzte der Premierminister.
Einige wenige Senatoren standen auf und reichten Protest ein. Der Minister akzeptierte und bat zu einem privaten Gespräch nach dieser Sitzung.
„Ich möchte diese Gelegenheit gleich nutzen, um ihnen mitzuteilen, dass ich bei der Wahl des Premierministers in zwei Mazuras nicht noch einmal antreten werde.“
Erst war es im Saal still, aber dann ging wieder das große Diskutieren der Senatoren untereinander los.
Diese Diskussion wurde schnell beendet, als Frau Sahkarna den Senatssaal betrat. Ihr erscheinen war nicht geplant und überraschte alle anwesenden. Nach ein paar Worten zwischen ihr und Premierminister, trat sie an das Rednerpult. Sie rang nach Luft, offenbar war sie hierher geeilt.
„Ich möchte noch rasch die aktuellsten Ergebnisse der Auswertung des ersten fokussierten Sprunges mitteilen. Der erste Sprung war nicht ganz so verlaufen wie geplant. Das Schiff war Millionen Kilometer von seiner programmierten Position aufgetaucht und nun wissen wir warum. Der Sprungantrieb wird von Krümmungen im Raum beeinflusst, welche bisher nicht berücksichtig wurden. Diese werden größeren Planten, Sonnen, Pulsaren und Schwarzen Löchern erzeugt. Bei den unfokussierten Antrieben konnte dieser Einfluss aufgrund von anderen Faktoren nicht klar festgestellt werden. Bei torbezogenen Sprüngen wurden diese Einflüsse durch die Tore offenbar korrigiert. Wir untersuchen noch die genauen Folgen für den Sprung. Das Sprungschiff wird noch drei Tazuras bis zur Schiffswerft brauchen. Wir werden bis dahin nach einer Lösung suchen und dann so schnell wie möglich weitere Testsprünge vornehmen.“
Der Premier bedankte sich und schloss die Senatssitzung.

__________
Ich gebe zu, dass Kapitel war nun nicht wirklich spannend, aber das wird sich mit dem Nächsten rapide ändern, denn der erste bemannte Sprung wird stattfinden mit weitreichenden Folgen. Kapitel 16 gibt es dann in etwa zwei Wochen.


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Wie geht es nach X3TC weiter? Eine Fortsetzung: http://forum.egosoft.com/viewtopic.php?t=298871
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Boro Pi
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PostPosted: Sun, 19. Aug 12, 16:25    Post subject: Und weiter Reply with quote Print

Quote:
Deine Zeit ist leider abgelaufen!

Augenscheinlich. Aus den Augen aus dem Sinn, wie es so geht.

Und doch soviel Vertrautes, an das sich anknüpfen lässt. Ich erinnere mich vage an zahlreiche Tempusfehler und fehlende Kommata. Und was finde ich nun hier? Very Happy Nun denn, der Reihe nach:

Weiße Wände – Komma - grauer Teppichboden und keine Fenster.

Die Verhandlungen wurden live übertragen und waren...

Er war etwa genauso groß wie der Minister, hatte blondes kurzes Haar...

„Ich freue mich – Komma - Sie begrüßen zu dürfen und fühle mich geehrt – Komma - Sie persönlich treffen zu können.“

„Sie haben, aufgrund der sich geänderten Situation, falsch gehandelt und versucht – Komma uns Terraner gegen die Argonen und umgekehrt aufzuhetzen. Leider besteht nicht die Möglichkeit – Komma - die Verantwortlichen zur Rechenschaft zu ziehen.“

„Wir werden die Person oder Personen ausfindig machen, mit denen der Geheimbund der Gemeinschaft auf den terranischen Schiffen kommuniziert hat.“ Der Premier erfuhr auch, dass die Terraner mittlerweile die Tore untersucht [] und festgestellt hatten, dass...

Im Gegenzug würden die Terraner die Möglichkeit haben – Komma - in die Quartiere der Handelsstation im Orbit von Argon Prime zu ziehen, welche dafür hergerichtet werden sollten. Die Station hatte seit Abschaltung der Tore ihren Sinn verloren und wurde nun kaum noch genutzt. Die Terraner würden auch die Nahrungsmittelproduktionsstation an die Argonen zurückgeben und alle Gefangen freilassen. Letzteres galt auch für die Argonen. Alle Personen, die in Verbindung mit dem Geheimbund standen – Komma - sollten vor ein gemeinsames Gericht gestellt werden. Dies waren die Ergebnisse einer langen und anstrengenden Diskussion, welche .... Ungeklärt blieb zunächst, ob Terraner den Planeten oder andere Stationen betreten durften und ob die Argonen an Bord der terranischen Schiffe gehen könnten.

„Ich bin erfreut – Komma - mit jemanden auf gleicher Höhe verhandeln zu können.“

Ein Grund war auch gewesen, dass der Minister und Braks ohne Zustimmung die Maßnahmen durchgeführt hatten, die unter anderem einigen Argonen, Terranern und Split das Leben gekostet hatten.

Gespannt lauschte er den beiden [], als …

„Immer top informiert und die Ruhe liebend.“

Jako Brano erzählte ihnen unter anderem, dass er am Ende der Wozura entlassen werden [] und schon bald wieder seine Arbeit aufnehmen würde. Er war es leid – Komma - im Bett zu liegen und zu diesen angespannten Zeiten nicht helfen zu können.

Auch gab es diesbezüglich den Vorschlag – Komma - einen ausgewählten Asteroiden von seiner Bahn abzulenken, um ihn in die Mitte des Systems zu bringen, dies würde die langen Transportwege minimieren. Aber dies würde Risiken für den Mond Lunas, Argon Prime und die Handelsrouten bedeuten.

Dieser wurde bisher weder genutzt noch waren Planung in die Richtung vorhanden, da er eine dünne giftige Atmosphäre besaß und die Temperaturen auf der sonrazugewandten Seite extrem hoch waren. Aber die Geologen waren sich sicher, dass dort auch die größten Mengen an Metalle und seltenen Erden zu finden wären.

Man würde für den Abbau der Mineralien hauptsächlich Bots und ferngesteuerte Maschinen einsetzen, die von einer handvoll Argonen überwacht und notfalls repariert werden sollten. Sobald die Planungen abgeschlossen sein würden, würde der Bau beginnen, denn die Zeit drängte.

Der Premierminister erklärte den Werdegang der Probleme, die nun endlich an das Licht gelangt waren.

Man hatte den Terranern Credits, Technologie und Waren angeboten, damit ein Handel zustande käme.

Ziel war es – Komma - anschließend an die Macht zu kommen und ein neues Zeitalter zu beginnen.

Dies war der erste Schritt, der zweite würde sein – Komma - dort in den Besitz der Baupläne der Highway-Technologie zu gelangen, welche in Albion vor dem Ausfall der Tore entwickelt worden waren und wovon ein Prototyp an die Paraniden verkauft worden war.

Ihr Erscheinen war nicht geplant und überraschte alle Anwesenden.

„Der erste Sprung ist nicht ganz so verlaufen wie geplant. Das Schiff ist Millionen Kilometer von seiner programmierten Position aufgetaucht und nun wissen wir warum.“

„Diese werden von größeren Planeten, Sonnen, Pulsaren und Schwarzen Löchern erzeugt.“

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Profitgier





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PostPosted: Fri, 24. Aug 12, 16:27    Post subject: Reply with quote Print

Hiermit melde ich mich wieder zurück! Da es nun doch etwas länger gedauert hat, möchte ich heute gleich zwei Kapitel online stellen.
Ich habe nochmal gründlich drübergelesen und hoffe die meisten Fehler gefunden und behoben zu haben. Boro wird sicherlich trotzdem welche finden. Laughing

In den beiden Kapiteln geht es rund um den ersten bemannten und fokussierten Sprung der Argonen und sich der daraus ergebenden Schwierigkeiten. Also viel Spass! Smile


Kapitel 16 – Der Sprung

In den letzten Wozuras war fieberhaft gearbeitet worden, um den Massenkrümmungseffekt auf den Sprungantrieb zu berechnen und somit das Ziel besser fokussieren zu können. Dazu waren im Sonrasystem weitere Testsprünge durchgeführt worden, welche die Qualität des Antriebes weiter verbesserten. In knapp dreißig Stazuras wollte man dem ersten bemannten Testsprung wagen. Dazu saßen aktuell ein dutzend Politiker, Militär und Wissenschaftler zusammen, um über das Ziel zu beraten und um festzustellen, welche Möglichkeiten überhaupt bestanden. Denn die einzelnen Sektoren und Sonrasysteme, welche einst durch das Torsystem verbunden waren, lagen oft hunderte von Lichtjahren voneinander entfernt. Es war somit nicht möglich die einzelnen Raumkrümmungen, welche durch Planten und Sonnen hervorgerufen wurden, genau abzuschätzen und zu berechnen. Dadurch fiel das Ziel nach sehr langer Diskussion auf Omicron Lyrae, dieses System lag im kosmischen Maßstab relativ nah am Sonrasystem Argon Prime. Auch konnte man die beeinflussenden Massen der Himmelskörper recht gut abschätzen und so den Radius eingrenzen, in dem das Sprungschiff letztendlich landen würde. Zudem war dieser Sektor militärisch von großer Bedeutung, denn dieser Sektor war über mehrere Tore mit dem System der Erde verbunden. Dieser Sektor war, vor dem Ausfall der Tore in Argon Prime, in Kriegshandlungen mit den Terranern verwickelt gewesen. Man musste in Erfahrung bringen, ob dieser Sektor an die Terraner gefallen war oder nicht.
Parallel dazu hatte man begonnen den Ausrüstungsdock zurückzubauen. Alle wichtigen Einrichtungen wurden auf die Schiffswerft im Orbit von Argon Prime verlegt. Gleichzeitig war eine Expedition gestartet, um die genaue Art und Menge der Rohstoffe auf dem innersten Planeten Cotan festzustellen. Auch ein optimaler Platz für einen Außenposten zum Abbau der Erze soll gefunden werden.
Währenddessen zeigten sich die Terraner zunehmend kooperativ und halfen bei dem Umbau der Handelsstation, welche vor wenigen Mazuras auch noch einer Börse als Heimat diente. Der Gefangenaustausch war bereits abgeschlossen und es gab mittlerweile einen regen Informationsaustausch auf beiden Seiten.

Jako Brano war bereits vor einigen Tazuras aus dem Krankenhaus entlassen worden, in welchem er, zum Bedauern seinerseits, deutlich länger lag, als angedacht gewesen war, da seine Verbrennungen langsamer heilten als sie sollten. Nachdem er und Sendy Sahkarna sich schon öfter getroffen hatten und sie an Bord des Sprungschiffes in den nächsten Mazuras sehr eingespannt sein wird, hatten sie sich heute Abend zum Abendessen verabredet. Sie konnten sich gut leiden. Beide waren an der Art und dem Beruf des anderen interessiert und konnten über diverse Themen stundenlang diskutieren. Und verschieden waren sie von Grund auf: Während Sendy in einer reichen und gut gestellten Familie aufgewachsen war und nach dem Studium an der örtlichen Universität Quantenphänomene untersuchte, war Jako auf einem Hof auf dem Land aufgewachsen. Zu Zeiten des Konfliktes mit den Khaak hatte er Kariere beim Militär gemacht. So kam Jako schnell an Bord eines Zerstörers, dort flog er Aufklärer und machte sich einen Ruf als Angestellter der Sicherheit. Am Ende des Khaakkonflikts war er zum Sicherheitsoffizier befördert worden. Seit acht Jauzras arbeitete er nun als Verteidigungsminister für Regierung der argonischen Föderation.
In weniger als zwanzig Stazuras sollte der erste bemannte Sprung beginnen, an dem auch Sendy teilnehmen wird. Den letzten Abend vor der Mission, welche etwa eine Wozura dauern soll, wollten sie unbedingt zusammen verbringen. Sie gingen in eines der beliebtesten Restaurants Argonia Cities Essen. Sie waren schon öfters dort gewesen, an der Promenade mit Blick auf das Meer umgeben von Palmen ließ es sich wunderbar aushalten. Am heutigen Abend spielte noch eine Band auf alten Instrumenten, wie sie vor hunderten Jazuars auf der Erde benutzt wurden. Man nannte sie Gitarre und Schlagzeug, deren Klang erst ungewohnt war, aber doch etwas Schönes hatte. Sie genossen den Abend in vollen Zügen. Während sie aßen, versank die große rote Sonra nach und nach im Ozean und die hereinbrechende Nacht ließ die Sterne am Himmel funkeln. Am späten Abend entschlossen sie sich zu der Musik zu tanzen. Die Tanzfläche zwischen den Palmen war von Fackeln beleuchtet, welche die Stimmung noch verstärkte. Die ungewohnten Klänge und Melodien des leichten Rocks, wie man die Musikrichtung nannte, erfreuten beide gleichermaßen. Es war schon weit nach Mizuranacht, als beide entschlossen in die Wohnung von Jako zu gehen, welche wenige hundert Meter entfernt im Regierungsviertel lag. Es sollte noch eine lange Nacht werden.

Es war mittlerweile Mizura geworden und im Hangar der Schiffswerft wurde fleißig gearbeitet. Noch zwei Stazuras bevor der erste bemannte Testsprung starten sollte. Wichtig war es jetzt alle lebenswichtigen Funktionen im Sprungschiff zu überprüfen und die Vorräte aufzufüllen. Sollte beim Sprung etwas Ernstes passieren, muss die Besatzung vielleicht Wozuras oder länger überleben können. Aus diesem Grund war auch eine Wasserwiederaufbereitungsanlage eingebaut worden, somit ist es möglich Platz zu sparen. Dennoch wurden Wasserreserven für einen Mazura und Nahrungsmittel für drei Mazuras eingelagert. Ebenfalls befanden sich Kisten mit Werkzeug und Ersatzteilen im Frachtraum. Dieser ist nun so gefüllt, dass in der Mitte nur ein sehr schmaler Gang freigeblieben ist. Auch im Kontrollcenter herrschte regen Treiben, denn die letzten Vorbereitungen liefen. In der Empfangshalle der Schiffswerft sammelten sich angesehen Personen aus Militär, Wissenschaft und Politik. In diesem Moment legte eine kleine Weltraumfähre an einer kleinen Andockstelle weit abseits des Geschehens an. An Bord war die Crew des Sprungschiffes und Jako Brano. Er und Sendy sahen noch sehr verschlafen aus, aber dennoch waren sie höchst angespannt und aufgeregt, wie alle anderen an Bord ebenso.
Während die Crew von einigen Technikern letzte Instruktionen erhielt und sich Jako von Sendy verabschiedet hatte, versammelte sich die Prominenz im Beobachtungraum, von dem man einen guten Überblick über den Hangar und das Schiff hatte. Der Kontrollraum befand sich auf der gegenüberliegenden Seite neben einem kleinen Raum, in dem Leute von der Presse Platz genommen hatten. Die Crew, bestehend aus Kulo Hi, Sendy Sahkarna, Kalvon Urako und der Paranide Kelmanckagtek posierte vor dem Sprungschiff für ein Foto. Anschließend entfernten Techniker die letzten Kabel und Schläuche, die mit dem Schiff verbunden waren und die Crew ging an Bord. Es dauerte eine Weile bis sie durch den Gang an den kleinen Kabinen vorbei zum Lift gekommen waren, der sie zur Brücke bringt. Diese war auch recht klein geraten und präsentierte sich und mattem bläulichem Licht. Durch die Frontscheibe sah man das Hangartor langsam auffahren, sofort blitze ein Kraftfeld auf, welches die Luft im Hangar hielt. Alle standen oder saßen nun hinter ihren Pulten und Anzeigen, als auf der Frontscheibe ein großes Fenster aufleuchtete. Es erschien eine Videoübertragung aus dem Kontrollraum und in Bildmitte stand der Premierminister. „Ich möchte an dieser Stelle allen Beteiligten, Mitarbeitern, Wissenschaftlern und den Gonern danken, die es möglich gemacht haben dieses Schiff zu planen, zu bauen und zum Springen zu bringen. Sie haben großes geleistet, aber der schwierigste Teil steht uns erst noch bevor. Die Crew testet nicht nur erstmalig den fokussierten Sprungantrieb über eine große Strecke, sondern hat auch die Aufgabe eine Verbindung zu argonischen Sektoren herzustellen. Die Primäre Aufgabe ist, festzustellen, ob der strategische und wirtschaftlich wichtige Sektor Omicrom Lyrae an die Terraner gefallen ist oder nicht. Auch sollen weitere Untersuchen an den ausgefallenen Sprungtoren durchgeführt werden. Ich wünsche der Crew alles Gute und viel Erfolg auf ihrer Mission und enttäuschen Sie uns nicht!“ Applaus von den Mitarbeitern aus dem Kontrollraum hallte durch die Lautsprecher. Nun wurde es ernst, die Mission beginnt. Das Anzeigebild verschwand und der Antrieb des Schiffes startete. Noch lief alles automatisch ab, erst der Sprung selbst wird dann manuell vom Schiff aus gestartet. Das Sprungschiff schwebte nun im Weltraum unter tausenden von Sternen, die in der Schwärze glitzerten. Hinter ihnen wurde die Schiffswerft immer kleiner. Und wieder verursachte der Anblick von der Leere ein Unwohlsein. Kaum ein Raumschiff zu sehen, was auf der ehemals so wichtigen Route zwischen dem Nord- und dem Osttor von Agron Prime unterwegs ist. Keine Tore, deren blau-weißen Schein man von weiten sehen konnte. Nichts.
„Starten Sie nun den Sprungantrieb mit den eingestellten Daten. Viel Erfolg und kommen Sie gesund zurück. Over and out.“, befahl man ihnen aus dem Kontrollcenter.
Kulo Hi betätigte ein paar Tasten auf dem Anzeigefeld und kurz darauf begann ein tiefes durchdringendes Brummen. Es wurde immer lauter und ging in ein Rauschen und Brausen über. Durch die Frontscheibe sah man nun erste weiße und blaue Energieladungen zucken. Diese nahmen rasch zu und flossen regelrecht an dem Schiff entlang. Das innere des Schiffes wurde von dem weiß-bläulichen Licht geflutet, alles vibrierte leicht. Der Bordcomputer meldete sich in diesem Moment: „Sprung in fünf Sezuras, drei, zwei, eins, Sprung initiiert.“
Es wurde Allen schwarz vor Augen.



Kapitel 17 – Freund oder Feind

Dann wurde es wieder hell und es ließen sich erste verschwommene Konturen erahnen. Gleichzeitig stieg leichte Übelkeit in Sahkarna auf, aber sie vermochte den Reiz zu unterdrücken. Ansonsten spürte sie keine Folgen des weiten Sprunges.
„Sprung abgeschlossen, Ziel nicht erreicht! Keine Feindkontakte!“, ließ der Bordcomputer verlauten.
Nun meldete sich auch Kulo Hi zu Wort: „Ziel nicht erreicht? Aussage präzisieren!“, verlangte der Borone, erschrocken fiepend.
„System ist nicht Omicron Lyrae.“, sagte die Computerstimme kurz.
„Position!“, verlangte der Paranide Kelmanckagtek.
Obwohl ihm das System, welches er aus der Frontscheibe sah, von Bildern her bekannt vorkam, wollte er auf Nummer sicher gehen und fragte nach. Auch wenn er noch nicht dort gewesen war, sieht dieses System, dem von Aldrin sehr ähnlich.
„Zentrales System Aldrin. Hundertneunzehn Milliarden Kilometer von Sektormitte entfernt. Flugdauer bis Ziel zweieinhalb Wozuras.“, bestätigte die Stimme.
Ruhe herrschte für einige Mizuras an Bord des Schiffes. Dann sagte der Steuermann und Waffenoffizier Kalvin Urako, dass er Kurs auf die Kolonie Aldrin setzt.
Keiner wiedersprach. Aber es begann eine Diskussion: Wie sollte man sich gegenüber den Aldrianern verhalten? Sie waren während des Konflikts mit den Terranern eher neutral geblieben. Dennoch zeigten sie aber weiterhin kein Interesse, sich auf eine Seite zu stellen. Dies mag daran liegen, dass Argon Prime die Aldrianer in die Gemeinschaft der Planeten integrieren wollten, aber das System Aldrin unabhängig bleiben wollte. So passte es ihnen ebenfalls nicht, dass die Terraner sie als die „Wieder gefundene Kolonie“ bezeichneten und ihnen ihre Gesetze aufzwingen wollten. Allerdings wäre es falsch, die sich ergebene Chance ungenutzt zu lassen.
So beschlossen alle an Bord, nach langer Diskussion, mit den Aldrinanern zu reden und ihnen ein Friedensangebot zu machen. Man musste wissen, ob sie Freund oder Feind sind. Das galt für Argon, wie auch für Boron.
In den nächsten Stunden und Tagen war man damit beschäftigt, die Daten es Sprunges auszuwerten und zu analysieren. Es musste einen Grund geben, dass der Sprung fast hundert Lichtjahre abgelenkt wurde. Man konnte von Glück reden, dass der Sprung sie in ein bewohntes und vorallem bekanntes System geführt hat. Aber man musste auch wieder nach Argon Prime zurückgelangen, in die Heimat.
Der Ablauf der nächsten vier Tage war sehr monoton. Jemand hielt die Position auf der Brücke, während alle anderen von früh bis spät die Daten auswerteten. Nach und nach kam man der Ursache auf den Grund. Offenbar gab es eine massive Masseanomalie, welche den fokussierten Antrieb in der Zeit des Sprunges beeinflusst und ablenkt hatte. Lange Zeit blieb aber unklar, wo die Massesingularität herkam. Denn nach bisherigen Erkenntnissen gab es keine derartige Abweichung und es war auch kein Objekt bekannt, was eine solche Masse besaß. Die Ursache muss also erst vor kurzem entstanden sein. Aber was sollte es sein? Ein neu geborener Stern, oder gar ein schwarzes Loch?
Es dauerte einen weiteren Tazura bis nur noch eine Erklärung blieb. Es hat in nicht allzu großer Entfernung eine Supernova gegebe, welche ein schwarzes Loch produzierte. Man vermutete, dass die Supernova in einem der Nebel um die Sektoren schwarze Sonne und Aldrin stattgefunden hat. Dies erklärt auch, warum optisch keine auffälligen Veränderungen sichtbar sind, da die Sicht durch den Nebel versperrt war. Deshalb beschloss die Gruppe an Wissenschaftlern auf dem Sprungschiff die aktuellen Sensordaten mit alten Aufzeichnungen zu vergleichen. Wichtig waren vor allem die messbare Strahlung und die optisch geringfügigen Änderungen der Nebel. Kulo Hi und Sendy Sahkarna standen erwartungsvoll vor der Wissenschaftskonsole auf der kleinen Brücke des Sprungschiffs. Die Ergebnisse, die sie sahen, schockierten sie. Der Computer hatte zwar nur geringe und nicht wichtige Änderungen auf optischer Ebene im Nebel feststellen können, aber es muss einen gigantischen Strahlenausbruch gegeben haben. „Betroffene Systeme aufzeigen!“, verlangte der Borone. Die Liste war kürzer als erwartet, aber inhaltlich umso prägnanter. Denn die Sektoren waren Aldrin, Schwarze Sonne und weite Teile des Sonnensystems, besonders die Erde. Die Erde und das Sonnensystem würde erst in einigen Wochen getroffen werden, aber Aldrin und Schwarze Sonne wurden schon von der Gammastrahlung getroffen, die Strahlenbelastung im All ist immernoch minimal erhöht. Noch etwa zwei Tazuras dann würde man in angemessener Funkreichweite sein, um Nachrichtendrohnen austauschen zu können. Leider hatte man das Forschungsschiff nur mit einer Notsignaldrohne ausgestattet, welche nun noch umgebaut werden musste. Vielleicht konnte man den Aldrinanern helfen?

Nach langer Diskussion aller Beteiligten, hatte man die umgebaute Drohne mit mehreren Datenbanken bestückt und Informationen aufgespielt. Der Inhalt gab Aufschluss über den Verlauf der Geschehnisse auf Argon Prime, die neue Sprungtechnik, die Daten zur Supernova und das Angebot die Strahlenverletzungen zu behandeln. Es war ein großes Entgegenkommen, da man noch immer nicht wusste, auf welcher Seite Aldrin steht. Hatten sie sich den Terranern angeschlossen oder sind sie neutral geblieben? Man rechnete in einigen Stazuras mit einer Antwort. Derweil untersuchten Kelmanckagtek und Kulo Hi die Auswirkungen der Strahlung auf die Oberfläche der betroffenen Planten und die Raumstationen. Das Ergebnis war für alle Lebewesen auf Raumstationen und kleineren Raumschiffen vernichtend. Die Verkleidung und die Schilde hätten der Strahlung nicht auf Dauer stand gehalten, alle wären qualvoll gestorben. Auch auf dem Planeten Hades im Sektor Schwarze Sonne wäre das Überleben nur in Schutzeinrichtungen unter der Oberfläche möglich. Bessere Bedingungen hatte Aldrin und ähnlich gute Bedingungen wird es auf der Erde geben. Die Atmosphäre wird große Mengen absorbieren und nur einen geringen Teil zur Oberflächen gelangen lassen. Es wird zu Schäden an organischen Lebewesen geben, aber sie sind zumeist nicht tödlich.

Nach etwa vier Stazuras kehrte die Nachrichtendrohne zurück und enthielt eine Begrüßung, die die Wissenschaftler auch auf den Planeten Aldrin, in die Hauptstadt Brooks einlädt. Es gibt offenbar wichtige Neuigkeiten auch von Seiten Aldrins auszutauschen. Die Hilfe wurde dankend angenommen, so kam es aufgrund des Strahlenausbruchs zur Vernichtung der Ernte in weiten Teilen des Systems und auch viele Aldrinaner haben leichte Strahlenschäden erlitten.
Bis man auf Aldrin landen kann, wird noch etwa eine Wozura vergehen, denn es sind noch einige Milliarden Kilometer zurückzulegen und das Sprungschiff ist nicht mit entsprechenden Antrieben für solche Entfernungen ausgestattet. Die umgebaute Drohne kann aber mit halber Lichtgeschwindigkeit die Strecke in wenigen Mizuras zurücklegen. Aldrin hat auch angeboten ein Schiff mit Hangar entgegen zu schicken, um das Schiff aufzunehmen und mit einem besseren Antrieb schneller nach Aldrin zu kommen.

In den folgenden Tagen bestand der Nachrichtenaustausch über die Drohne hauptsächlich darin, dass Ursachen und Folgen der Sternenexplosion besprochen wurden und wie man mit einigen Wissenschaftlichen Errungenschaften Argons die Strahlenbelastung auf Aldrin reduzieren kann. Ein weiteres Thema war die Behandlung von Strahlenschäden und die daraus entstandene Nahrungsmittelknappheit auf Aldrin. So konnte die Zeit bis zum Treffen mit dem Aldrinschiff einigermaßen überbrückt werden, auch wenn die Stimmung an Bord des Sprungschiffs aufgrund der Langenweile gereizt war.

Kalvin Urako hatte Dienst auf der Brücke und erblickte als erstes das fremde Schiff, welches sich zwischen dem schwarzen Weltraum mit seinem ockerfarbigen Nebel und den kleinen entfernten Planeten Aldrin schemenhaft abzeichnete. Sofort beorderte er die Wissenschaftler auf die Brücke. Kaum waren diese eingetroffen, kam vom Frachtschiff Collins eine Nachricht. Die Videobotschaft wurde angenommen und ein unbekanntes Gesicht leuchtete auf der Frontscheibe auf.
„Hier ist Ned Maher, Gouverneur Aldrins. Ich möchte Sie herzlich im Sektor Aldrin begrüßen und hoffe auf eine gute Zusammenarbeit. Sie können in wenigen Stunden in unserem Hangar landen.“
Kulo Hi antwortete prompt: „Als Botschafter Argons und Borons möchte ich Ihnen danken. Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit.“

Als das Schiff des Gouverneurs näher kam erkannte man das sonderbare und ungewöhnliche Design der aldrianischen Schiffe. Kantig und eckig, sowie unförmig sahen das Schiff aus, irgendwie völlig anders als man es von den runden und geschwungenen Formen der Argonen und besonders der Boronen gewohnt war.
Nun zeigte sich das Frachtschiff sich in seiner gewaltigen Größe vor ihnen und die Andockprozedur begann. Die Hangartore öffneten sich und verschluckten das Sprungschiff langsam. Der Hangar war völlig leer und nur schwach ausgeleuchtet. Kaum stand das argonische Schiff still, fingen etliche Techniker an Kabel und Schläuche anzuschließen. Dies gefiel vor allem Urako gar nicht, denn er hatte immer noch Bedenken gegenüber den Aldrianern, aber er sicherte noch die Kontrollen des Schiffs und ließ daher die Techniker gewähren.
Derweil hatten sich die Wissenschaftler schon zur Frachtlucke begeben, um das Schiff zu verlassen. Die Rampe war schon fast komplett geöffnet, als Kalvin Urako hinzustieß und draußen den wartenden Maher und einige Leute seiner Gefolgschaft erblickte. Ihm fiel sofort auf, dass zwei der neben dem Gouverneur stehenden Personen Verbrennungen im Gesicht und an den Armen hatten – der Strahlenausbruch.
Nach einigen begrüßenden Worten fuhr Maher fort: „Ich habe Ihnen einige wichtige Dinge zu erzählen, die sie interessieren dürften. Lassen Sie uns in einen Konferenzraum gehen!“
Auf einen Fakt machte der Gouverneur noch aufmerksam, so gilt in Aldrin nämlich nicht die Zurazeitrechnung, wie im Rest der Gemeinschaft, sondern die auf der Erde geltende Zeiteinteilung.

__________
Im nächsten Kapitel wird es dann um den Heimweg gehen und warum auch die Terraformer ein umstrittenes Thema auf Aldrin sein werden.


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Wie geht es nach X3TC weiter? Eine Fortsetzung: http://forum.egosoft.com/viewtopic.php?t=298871
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Zarzunaba





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PostPosted: Sun, 26. Aug 12, 20:10    Post subject: Reply with quote Print

Klasse Teile, wenn auch vielleicht etwas knapp. bei soviel zeit hätte ich schon mehr erwarted :PPP

mir sind ein paar kleiner fehler aufgefallen, in kapitel 16 hast du in den ersten sätzen 2 wörter vergessen. aber nichts gravierendes Smile

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Profitgier





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PostPosted: Mon, 17. Sep 12, 15:22    Post subject: Reply with quote Print

Es gehe nun endlich weiter! Very Happy

Kapitel 18 – Geschichte und Geschichte schreiben


Der Konferenzraum war ein einfacher Raum mit weißen Wänden und Decken, grauem Fussboden, sowie einem großen, schwarzen und runden Tisch, welcher in der Mitte eine große Öffnung hatte. Neben der Crew des Forschungsschiffes und des Gouverneurs, hatten auch noch die Gesundheitsministerin Aldrins, sowie einige Wissenschaftler aus Aldrin Platz genommen.
„Ich würde vorschlagen, dass wir die Themen der Dringlichkeit nach abhandeln, begonnen mit den humanitären Maßnahmen gegen die Strahlenschäden, dann die Sternenexplosion und zuletzt den Heimweg unserer Gäste.“, waren die einleitenden Worte von Ned Maher.
Die Bilanz des Gammastrahlenausbruchs auf Aldrin war verheerend. Viele Gebiete waren radioaktiv verstrahlt und für mehrere Jahre nicht nutzbar. Die Natur hatte ebenfalls schwere Schäden davongetragen. Massives Fischsterben, Schäden an der Flora und Fauna war kaum zu übersehen. Aldrin hat schon seit nun beinahe zwei Jahren mit den Folgen zu kämpfen, nachdem die terranische Kolonie wieder vom Rest der Gemeinschaft und den Terranern abgeschnitten worden war, konnten sie sich nur noch selber helfen.
Kulo Hi sicherte als Botschafter zu, die Daten für die Herstellung eines Serums zu übergeben, dass die Strahlenschäden reduziert und neue verhindert. Außerdem sollen die Baupläne für die Agrartürme überspielt werden, welche auf Argon Prime einen Nahrungsmittelengpass verhindern konnten. Denn Aldrin ist seit Ankunft der Strahlenfront nur noch durch Nahrungsmittelreserven zu versorgen, da alle anderen Lebensmittel, die nicht geschützt waren, zerstört geworden sind. Mehr konnte der Borone nicht tun, um zu helfen, denn in erster Linie brauchten sie Hilfe, um nach Hause zukommen.
„Etwas sollte Sie vielleicht noch interessieren!“, warf Maher ein.
„Vor einiger Zeit wurde von der Gemeinschaft der Planeten aus ein verstecktes Sprungtor aktiviert. Dieses fiel aber kurze Zeit später wieder aus und konnte nicht wieder aktiviert werden. Doch zuvor ist ein Schiff mit Melissa Banks und Anthea Demetres an Bord hindurch gekommen. Sie berichteten uns von einem Angriff der Terraformer auf den Erdsektor! Wie er ausgegangen ist, wissen wir nicht.“, sagte er mit angestrengter Stimme.
„Melissa und Anthea?“, rief der Borone fragend dazwischen, „Ich würde so gerne mit beiden reden!“
„Da muss ich Sie leider enttäuschen. Beide wurden von den Sohnen entführt. Ich werde Ihnen
anschließend mehr erzählen. (Siehe „Hüter der Tore“ von Helge T. Kautz)
Alle anderen Beteiligten schauten erstarrt auf den Tisch. Ein neuer Terraformerkrieg hatte offenbar im Sonnensystem begonnen und wird vermutlichen Milliarden Menschen das Leben gekostet haben, da sich fast die gesamte Flotte außerhalb des Sonnensystems aufhielt, als die Tore ausfielen und die Terraformer angriffen.
Über dem Loch in der Tischmitte leuchtete nun hell und groß eine dreidimensionale Ansicht des Weltalls im Umkreis von 50 Lichtjahren auf. Man sah die Sektoren Schwarze Sonne, Aldrin und das Sonnensystem. Außerdem waren die interstellaren Nebel eingezeichnet und das schwarze Loch, welches aus der Sternenexplosion bei Schwarze Sonne entstand. Ein schwach rot leuchtende Hohlkugel markierte die Gammastrahlenfront. Sie hatte die Sektoren Aldrin und den militärischen Argonensektor M148 bereit getroffen und befand sich auf dem Weg nach Omicron Lyrae und zum Sonnensystem. Die Schäden würden vor allem im dicht besiedelten Sonnensystem enorm sein. Auch weil die Erde durch den Angriff der Maschinen zusätzlich geschwächt ist. Warnen konnte man die Bevölkerung weder im Omicron noch auf der Erde.
Einige mutmaßten, dass der Strahlenausbruch eventuell für das Ausfallen der Tore verantwortlich sein könnte, aber sichere Beweise dafür hatte man nicht. Schuld an der Supernova hatten ebenfalls die Terraformer, auch Xenon genannt. Sie haben den Stern einst zur Explosion gebracht. Wie genau dies bewerkstelligt wurde, weiß man allerdings nicht.
Es gab noch viel zu bereden, sodass man entschied, die Berechnungen für den Sprung zurück nach Argon Prime erst auf Aldrin durchzuführen. Die zwei Tage bis dahin würde die Crew des Sprungschiffes nutzen, um es sich in den großen Quartieren auf der Collins bequem zu machen. Die kleinen Kabinen auf ihrem Schiff waren eng und stickig, dagegen sind diejenigen auf dem Frachter reiner Luxus. Auch ein Rundgang durch das Schiff war nun in Ruhe möglich. Alle Bedenken, die anfangs über die Gesinnung der Aldrianer herrschte war verflogen. Sie waren freundlich und offen, ohne für eine Partei Stellung zu beziehen. Auch Sendy Sahkarna, Kulo Hi, Kelmanckagtek und Kalvin Urako waren völlig neutral aufgetreten. Sie hatten ebenfalls kein Grund Druck auf Aldrin auszuüben, um sie auf die Seite der Gemeinschaft oder der Terraner zu ziehen. Sie waren friedliche Wissenschaftler, welche einen Heimweg suchten.
Das Schiff Collins war auf seine Zweckmäßigkeit ausgerichtet. Nur das nötigste, was man für einen Frachter brauchte war an Bord. Keine Verzierungen nur nackte Wände, welche in einem gewohnten silbrigen Ton glänzten und den einen oder anderen dunklen Fleck und hatten. Das Schiff verfügte über acht Decks und einen riesigen Frachtraum. Es gab einige gut ausgestattete Quartiere, welche nicht für die Mannschaft gedacht war, sondern für Sicherheitspersonal, das die Waren beschützen sollte. Im Frachtraum standen an den Wänden einige wenige Container mit der Aufschrift „Ersatzteile“. Direkt daneben sah man merkwürdig geformte Maschinen, die offenbar die Waren im Schiff lagerten und ordneten.
Aus dem Fenster des Quartiers sah Sendy Sahkarna den Planeten Aldrin groß und blau vor sich stehen. Man konnte Ozeane und Landmassen erkennen. Die Landmassen zeigten sich in einer sehr ungewöhnlichen Farbe. Sie Strahlen gelbgrün, teilweise auch komplett gelb. Es war nun offensichtlich, dass die radioaktive Strahlung die Vegetation stark geschädigt hatte.
Das Schiff schwenkte etwas zu Seite, sodass man jetzt weniger den Planeten, als eine gigantische Raumstation sah, welche in einen riesigen Asteroiden eingelassen war und wie ein kleiner Mond um den Planeten kreist. Einige Raumer flogen in nicht allzu weiter Entfernung vorbei und hielten auf die Station zu. Der Frachter, in dem sie saßen, setzte zum Landeanflug auf den Planeten an. Erst langsam, dann immer schneller sank der Frachter zu Boden und erreichte bald den Flughafen. Die letzten Kilometer durch die Atmosphäre waren durch kräftige Stöße und lautes Kreischen der Maschinen der Collins verbunden. Turbulenzen und das Abbremsen verlangten dem Frachter alles ab. Es folgte noch ein Knall dann herrschte Ruhe. Die Landung war erfolgreich.
„Unsere Gäste finden sich bitte im Frachtraum ein.“, ließ eine Stimme über Lautsprecher verlauten.
Als Sendy im Frachtraum ankam, standen alle vor der Frachtluke, welche sich langsam öffnete. Ihnen schlug heiße und staubige Luft vom Landefeld entgegen und der Stern Solara blendete sie mit seinem Licht. Auf dem Landefeld fuhren viele verschiedene Maschinen herum, welche auch im Frachter standen. Sie transportierten völlig selbstständig Kisten und Container zu anderen Frachtern. Zwischen diesen Fahrzeugen tauchte ein Raumer auf, der genau vor der Frachttür landete. Eine weibliche Person stieg aus und verbeugte sich vor dem Gouverneur. Die Crew des Sprungschiffes und Maher stiegen ein und ließen sich von der Dame in das astronomische Institut auf Aldrin fliegen. Die Dame war mit einem dunkelblauen Overall bekleidet und ihr braunes, zu einem Zopf gebundenes Haar, hing an der Seite herunter. Auf dem Flug zum Institut waren die Schäden in der Natur kaum zu übersehen. Alles sah aus, als wäre es vertrocknet, überall flogen trockene Blätter herum.
Sehr erstaunt war der Paranide, dass die Raumer, welche durch die Luft flogen nicht Computergesteuert waren wie in den Welten, die er kannte, sondern immer von Aldrianern selbst geflogen wurden. Dies erschien ihm nicht nur unlogisch, sondern auch gefährlicher.

Im astronomischen Institut auf Aldrin hatte man für die Untersuchungen extra einen großen Konferenzraum angemietet, um die große dreidimensionale Holographie in Gänze darstellen zu können. Der Raum hatte einen besonderen Baustil. Die Sitzreihen waren kreisförmig nach hinten ansteigend angeordnet. In der Mitte befand sich eine etwa acht Meter große freie Fläche. Der Boden war aus grauem Stein, besaß aber weiße Kreise. Diese waren auch in Weiß an der schwarzen Decke zu sehen. Diffuses Licht strahlte von den Wänden in den Raum und der Schein vom Gang draußen verebbte, als sich die Tür zum Raum schloss. Der Raum musste um die zwölf Meter hoch sein.
„Wir haben vor einigen Tagen drei wissenschaftliche Aufklärungsschiffe in die Randbereiche des Sektors geschickt, um den Nebel, das schwarze Loch und die Strahlenwelle genau kartographieren zu können. Diese führen einen umfassenden Scan aller elektromagnetischen Strahlungsbereiche durch, damit wir ein umfassendes Bild erhalten. Gleichzeitig werden die Daten in einen Supercomputer eingespeist, der die Masse des Schwarzen Loches und dessen Einflussradius bestimmen soll.“, erklärte der Gouverneur und verlangte die Darstellung des aktuelles Standes des Scans.
Der Raum Versank für einen Moment in vollkommener Dunkelheit, als erst schwach aber mit der Zeit immer deutlicher in der Mitte des Raumes eine große dreidimensionale Darstellung entstand.
Sie zeigte den Nebel aus der Sicht Aldrins in einem Winkel von hundertsiebenundfünfzig Grad. Dreiundzwanzig Grad fehlen noch bis die Ansicht vollständig ist. Bis zur Vervollständigung würde es noch einen Tag dauern, aber mit den bereits vorhanden Daten könnte man schon einige Ergebnisse erstellen, mit denen der fokussierte Sprungantrieb auf dem argonischen Forschungsschiff gefüttert werden kann.
„Ich schicke Ihnen Janna Scott, Sie wird Ihnen den Umgang mit der Technik erklären, denn Sie hat die Software programmiert. Viel Erfolg!“, dann verließ Ned Maher den Raum.
Wenige Augenblicke später betrat die angekündigte Frau den Raum. Überrascht schauten sie alle an. Es war die Frau, die vorhin noch den Raumer geflogen hatte, allerdings trug sie nun keinen Overall mehr, sondern einen weißen Rock, der bis zu den Knien reichte, dazu ein hellgelbes Shirt.
„Ich freue mich Sie hier begrüßen zu dürfen, mein Name ist Janna Scott, ich bin Pilotin und Informatikerin. Wie kann ich helfen?“
Sendy Sahkarna, Kulo Hi, Kelmanckagtek und Kalvin Urako ließen sich alles in Ruhe erklären. Die Aldrianerin wusste gut Bescheid. Ohne lange zu überlegen, wusste sie auf jede Frage die Antwort.
Anschließend stellte Janna noch eine Frage: „Ich arbeite schon seit einigen Jahren an einem Virus, der in die Terraformer eingeschleust, Befehle umschreiben kann, vielleicht ist es gar möglich den Freund-Feind-Status zu ändern. Im besten Fall könnte man die Terraformer abschalten oder zumindest verhindern, dass sie die Völker in diese Galaxie angreifen. Vielleicht könnten sie mich unterstützen?“
Kulo Hi protestierte sofort: „Die Xenon haben ein Bewusstsein entwickelt, es sind nicht einfach nur Maschinen. Was Sie vorhaben kommt einem Völkermord gleich!“. Daraufhin drehte sich der Borone in seinem überlebenswichtigen Umweltanzug um und fing an dem Computer Befehle zu erteilen, um die Masse des Schwarzen Loches zu berechnen. Auch der Paranide Kelmanckgatek schloss sich Kulo Hi an und half die Heimreise vorzubereiten.
Sendy Sahkarna und Kalvin Urako zeigten sich interessiert und wollten mehr über das Virus erfahren. Die Aldrianerin führte sie nun in ihr Büro, wo sie sich mehrere Stunden mit dem Programm auseinandersetzen.

Am späten Abend trafen sich alle wieder in den ihnen zugewiesenen Unterkünften. Morgen wollte man die Masse des Schwarzen Loches exakt berechnen und schon am Abend abreisen. Doch statt über den anstehenden Sprung zu reden, wurde bis tief in die Nacht über das Terraformervirus diskutiert. Es war eine Grundsatzdiskussion, die früher schon oft geführt wurde. Sei es mit den Völkern der Gemeinschaft oder den Terranern, doch nie konnte man sich auf irgendetwas einigen. Anders verlief es jetzt auch nicht.
Der neue Tag verlief unspektakulär. Die Berechnungen verliefen reibungslos. Allerdings war die Stimmung zwischen den Crewmitgliedern des Sprungschiffs angespannt. Die nächtliche Diskussion hatte das Gruppengefühl doch sehr belastet.
Am späten Nachmittag, als die Berechnungen abgeschlossen waren, besichtigen die vier aus der Gemeinschaft der Planeten die Hauptstadt Aldrins. Eine schöne Stadt mir großen gläsernen Gebäuden. Aber dennoch erzeugte das gelbe Laub der Bäume das eingegangene Gras und das umherfliegende Laub bei großer Hitze für ein sehr merkwürdiges Gefühl. Die ganze Vegetation auf weiten Teilen des Planeten ist stark geschädigt und wird Jahre brauchen, um sich zu erholen. Gleiches gilt für die Bewohner und ihre Strahlenkrankheiten.
Man könnte meinen man befand sich auf Argon Prime in einer Großstadt in den Mittleren Breiten. Einzig die Architektur unterschied sich Grundlegend. Langsam mussten sie sich auf dem Weg zum Landefeld machen, ihr Sprung soll in zwei Stunden stattfinden.
Auf dem Landefeld wünschten alle den Aldrianern viel Glück für die nächsten Jahre, denn das werden sie brauchen. Auch Janna Scott war anwesend, zum Leidwesen von Kulo Hi. Es wurden nun noch die Hände geschüttelt und eine gute Heimreise gewünscht. Beim Händeschütteln übergab Janna Scott, unbemerkt von den Anderen, einen Chip mit dem Terraformervirus an Sendy Sahkarna. Denn sie hatte die Möglichkeit mehr aus dem Virus zu machen, als es Janna auf Aldrin möglich wäre.
Nachdem sie den Orbit um Aldrin erreicht hatten, wurde der Sprungantrieb gestartet. Der Bordcomputer zählte die Sezuras bis zum Sprung. Dann ertönte der kurze Satz, der sie nach Hause bringen wird: „Sprung initiiert. Achtung…“

__________

Fortsetzung folgt... Twisted Evil ... bald! Surprised Laughing


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Zarzunaba





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PostPosted: Mon, 17. Sep 12, 19:40    Post subject: Reply with quote Print

mhm ich hoffe doch, dass die fortsetzung bald kommt?^^

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Profitgier





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PostPosted: Mon, 17. Sep 12, 23:17    Post subject: Reply with quote Print

Die nächsten zwei Kapitel stehen in unmittelbarem Zusammenhang, weshalb ich beide gleichzeitig reinstellen werde. Jedenfalls versprechen die nächsten Kapitel sehr spannend und abwechslungsreich zu werden. Wink

Aber so langsam aber sicher, geht die Geschichte ihrem Ende entgegen. Etwa 60% sind bereits abgehandelt, eingie wichtige Dinge werden noch passieren. Schließlich soll ein Übergang zu X:R geschaffen werden. Der war zwar ursprünglich nicht geplant, aber bietet sich nun an. Very Happy Gut, als ich mit dem Schreiben anfing, dachte ich auch nicht daran, dass ich in mal 74 Seiten (A4) am PC schreiben werde. Surprised

Am Ende wird die aktuelle Geschichte zwei offene Fragen haben. Eine ist schon behandelt worden, nämlich die des Splitschiffes, welches in der Atmosphäre Argon Primes den selbst gebauten fokussierten Sprungantrieb aktiviert. Wie genau es der Crew an Bord dieses Schiffes ergangen ist, weiß man nicht.
Die neue offene Frage, kommt schon im nächsten Kapitel...

Für mich besteht vielleicht dann die Möglichkeit, dort eine Fortsetzung zu schreiben, bzw daraus eine völlig neue Geschichte zu machen.

So weit der kurze Aus- und Rückblick. Smile

Man liest sich! Wink


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Boro Pi
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PostPosted: Fri, 28. Sep 12, 16:06    Post subject: Und wieder einmal Reply with quote Print

Ahja, Profitgier und die Zeiten... Rolling Eyes

Zu Kapitel 18:

Aldrin hatte schon seit nun beinahe zwei Jahren mit den Folgen zu kämpfen.

Kulo Hi sicherte als Botschafter zu, die Daten für die Herstellung eines Serums zu übergeben, das die Strahlenschäden reduzierte und neue verhinderte. Außerdem sollten die Baupläne für die Agrartürme überspielt werden, welche auf Argon Prime einen Nahrungsmittelengpass verhindern konnten. Denn Aldrin war seit Ankunft der Strahlenfront nur noch durch Nahrungsmittelreserven zu versorgen, da alle anderen Lebensmittel, die nicht geschützt waren, zerstört worden waren.

Außerdem waren die interstellaren Nebel eingezeichnet und das schwarze Loch, welches aus der Sternenexplosion bei Schwarze Sonne entstanden war. Eine schwach rot leuchtende Hohlkugel markierte die Gammastrahlenfront.

Auch weil die Erde durch den Angriff der Maschinen zusätzlich geschwächt war.

Sie hatten den Stern einst zur Explosion gebracht. Wie genau dies bewerkstelligt wurde, wusste man allerdings nicht.

Die kleinen Kabinen auf ihrem Schiff waren eng und stickig, dagegen waren diejenigen auf dem Frachter reiner Luxus.

Alle Bedenken, die anfangs über die Gesinnung der Aldrianer geherrscht hatten – Komma – waren verflogen.

Nur das Nötigste, was man für einen Frachter gebraucht wurde – Komma - an Bord. Keine Verzierungen - Komma – nur nackte Wände, welche in einem gewohnten silbrigen Ton glänzten und den einen oder anderen dunklen Fleck und hatten.

Es gab einige gut ausgestattete Quartiere, welche nicht für die Mannschaft gedacht waren, sondern für Sicherheitspersonal, das die Waren beschützen sollte.

Das Schiff schwenkte etwas zu Seite, sodass man jetzt weniger den Planeten, als eine gigantische Raumstation sah, welche in einen riesigen Asteroiden eingelassen war und wie ein kleiner Mond um den Planeten kreiste.

Der Raum versank für einen Moment in vollkommener Dunkelheit, als erst schwach aber mit der Zeit immer deutlicher in der Mitte des Raumes eine große dreidimensionale Darstellung entstand.

Es war eine Grundsatzdiskussion, die früher schon oft geführt worden war.

Eine schöne Stadt mit großen gläsernen Gebäuden.

Die ganze Vegetation auf weiten Teilen des Planeten war stark geschädigt und würde Jahre brauchen, um sich zu erholen. Gleiches galt für die Bewohner und ihre Strahlenkrankheiten.
Man könnte meinen - Komma - man befände sich auf Argon Prime in einer Großstadt in den Mittleren Breiten. Einzig die Architektur unterschied sich grundlegend. Langsam mussten sie sich auf dem Weg zum Landefeld machen, ihr Sprung sollte in zwei Stunden stattfinden.
Auf dem Landefeld wünschten alle den Aldrianern viel Glück für die nächsten Jahre, denn das würden sie brauchen.

Dann ertönte der kurze Satz, der sie nach Hause bringen würde/sollte

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Profitgier





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Wie angekündigt nun die Fortsetzung mit den nächsten beiden Kapiteln. Inhaltlich wird es spannend und auch wissenschaftlich anspruchsvoll. Ich hoffe die Teile gefallen. Wink

Viel Spass!


Kapitel 19 – Diebstahl
Zwei Jazuras später – Argon Prime


Als das Forschungsteam mit dem Sprungschiff auch nach vier Wozuras nicht zurückgekehrt war, begann man mit einer Suchaktion. Diese beschränkte sich, wegen fehlender Ausrüstung und Möglichkeiten auf den Sektor Argon Prime. Wie sollte man ein einzelnes Schiff, welches in den Weiten des Alls verloren gegangen war, wiederfinden?
Den Argonen stand kein weiteres Schiff mit fokussiertem Sprungantrieb zur Verfügung, welches die vereinbarten Koordinaten absuchen könnte. Also blieb der Suchoperation nichts anderes übrig, als in den Randbereichen, viele Milliarden Kilometer abseits der Planeten, nach einem Schiff zu suchen, in der Hoffnung, dass die Expedition den Heimsprung geschafft hat, aber aus irgendeinem Grund nicht kommunizieren oder sich fortbewegen konnte.
Die Suche nahm mehrere Wozuras in Anspruch, endete aber ohne ein Ergebnis. Man gab die Crew auf und richtete eine Abschiedsfeier ein. Dieser sehr emotionale Abschied setzte gleichzeitig einen Schlussstrich unter die Bemühungen der argonischen Regierung, einen Weg zu finden, die anderen Sektoren und Völker der ehemaligen Gemeinschaft zu erreichen. Jako Brano und Nil Braks hielten bewegende Reden, in denen die Beteiligten der Mission gewürdigt wurden. In den Reden wurde auf das Leben und die Erfolge des Boronen Kulo Hi, der Argonin Sendy Sahkarna, des Paraniden Kelmanckagtek und des Argonen Kalvin Urako eingegangen.
Jako Brano war durch den Verlust seiner Freundin Sendy Sahkarna wie ausgetauscht. Früher war er ein aufgeweckter, engagierter Mann gewesen, mit dem Braks gerne etwas unternahm. Aber seit ihm bewusst geworden war, dass es für die Crew des Forschungsschiffes keine Hoffnung mehr bestand, zog sich Jako immer mehr zurück. Man könnte meinen, er sei depressiv, da es nichts gab, was ihn aufmuntern konnte. Jako hatte Braks einst erzählt, dass er Sendy sehr gut leiden konnte. Sie war charmant, witzig und immer offen für Alles. Auch wenn beide vom Beruf des Anderen nichts hielten. So machten sie sich gerne über einander lustig. Sendy bezeichnete Jako oft als aggressiven Strategen. Er nannte ihren Job abwertend „Malen nach Zahlen“, was in der Wissenschaft aber „gängige Praxis“ war.
Gleichzeitig gab der neue Premierminister Nil Braks eine Übersicht der Dinge, die in den letzten zwei Jazuras vollbracht worden waren. Braks hatte vor einem Mazura die Premierwahlen mit solider Mehrheit gegen den Kandidaten der Terraner gewonnen. Der alte Premier war nicht wieder angetreten, er hatte sich für den Ruhestand entschieden. Es gab nun einen offiziellen, anerkannten Friedensvertrag mit den Terranern. Ein Technologieaustausch wurde eingerichtet und neue Forschungen vorangetrieben. Die neu gebauten Bergbauminen auf dem innersten Planeten Cotan des Sonrasystems und auf verschiedenen Asteroiden haben die Knappheit an Erzen für Edelmetalle gut beheben können.
Es sind neue Stationen im Orbit von Argon Prime entstanden, so eine große Werft zur Produktion, Reparatur und Ausrüstung von Schiffen. Ein gigantischer Nahrungsmittelkomplex, der alle Schiffe und Stationen im Sektor mit allen möglichen Nahrungsmitteln versorgte. Das Militär hatte einen neuen Träger konzipiert und lässt dieses nun bauen. Die neue Trägerklasse, genannt SPES - Hoffnung, sollte größer, stärker, widerstandsfähiger werden und dabei alle technischen Eigenheiten der Terraner und Argonen vereinen. Besonders stolz machte die Argonen die Entdeckung des Beamens. So war es gelungen einzelne Moleküle über eine Entfernung von einigen Kilometern zu beamen. Nun war der Weg nicht mehr weit, um Gleiches mit größeren und komplexeren Objekten durchführen zu können.

Der Premierminister Braks war gerade dabei allen für Ihre Arbeit zu danken, als die Sirene im argonischen Senat losging. Erschrocken schauten alle entsetzt auf und hörten die Stimme eines Mitarbeiters aus dem Verteidigungsministeriums: „Hier spricht das Verteidigungsministerium! Wir haben feindlichen Kontakt! Fünf XENON-Schiffe sind eben im Orbit aufgetaucht! Wir werden angegriffen! Dies ist keine Übung!“

Hektisch stürzten alle anwesenden, aus dem Saal des Senats, in die sicheren unterirdischen Schutzräume des Regierungsviertels, während sich Premier Nil Braks mit Jako Brano in das sichere Büro des Premierministers zurückzogen. Sofort wurde eine Verbindung zum Verteidigungsministerium aufgebaut.
„Aktueller Stand!“, rief Braks.
„Fünf Schiffe sind aufgetaucht, vier Jäger und ein größeres, unbekanntes Xenonschiff.“, teilte der Mitarbeiter mit.
„Größeres unbekanntes Schiff? Und wo sind sie aufgetaucht?“, fragte der Premier sofort nach.
„Sie sind einige hunderttausend Kilometer entfernt, Richtung Sektormittelpunkt, aufgetaucht. Halten allerdings die Position und sind vermutlich in das System gesprungen. Dies würde die kleinen Schiffe erklären, da die Xenon keinen fokussierten Sprungantrieb besitzen, den sie auf größeren Schiffen sicher einsetzen könnten. Abfangjäger sind gestartet und erreichen das Ziel in etwa zwanzig Mizuras.“
Dann versuchte der Mitarbeiter im Verteidigungsministerium, der dort schon seit fast dreißig Jazuras für die Regierung arbeitet, zu erklären, wie das Xenonschiff aussieht.
„Das unbekannte Schiff hat etwa die Größe eines schweren argonischen Jägers. Ist äußerlich ein schwarzer Zylinder, ohne erkennbare Antriebe und Öffnungen, dabei dreht er sich langsam um seine Längsachse. Er strahlt auch kein sichtbares Licht oder Wärmestrahlung ab. Mehr kann i….“
Die Verbindung brach ab und auf dem Computer vor Braks erleuchtete eine Laufschrift in rot auf schwarzem Untergrund.
Zu lesen war folgende Nachricht: „Die Xenon haben eure Aktivitäten beobachtet. Ihr habt unsere gestohlene Technik benutzt und weiterentwickelt. Die CPU hat beschlossen, als Strafe alle wichtigen technischen Details zu konfiszieren und für die Zwecke der Xenon zu benutzen. Die Alten haben den Xenon einen Plan zukommen lassen, der höchste Dringlichkeit besitzt. Ihr werdet weiterhin beobachtet!“
Dann erlosch sämtliches Licht im Raum des Premierministers. Auch Argonia City versank im schwarz der Nacht. Jako Brano stand am Fenster und schaute nach draußen.
„Nil, sie haben die Stromversorgung unterbrochen. Ganz Argon City liegt im Dunkeln.“, stellte er sogleich fest.
Beide standen am Fenster und warten auf den Angriff der Xenon auf die strategisch wichtigen Positionen von Argonia City. Aber es passierte nichts. Offenbar hatte es das Militär geschafft die Xenonschiffe zu zerstören, bevor sie angreifen konnten.
Wenige Augenblicke später ging das Licht wieder an und der Computer baute eine Verbindung zum Verteidigungsministerium auf.
„Herr Premierminister!“, rief der Angestellte aus dem Verteidigungsministerium, „Die Maschinen haben unseren Supercomputer gehackt und dabei viele wichtige Daten gestohlen. Einige sensible Daten wurden gar gelöscht!“
Man sah jetzt im Hintergrund viele Menschen zwischen Computerterminals und Tischen hin und her laufen. Offenbar hatte der Mitarbeiter in den letzten Minuten den Strategieraum des Verteidigungsministeriums betreten, um auch ohne PCs die aktuellsten Informationen erhalten zu können.
Jako Brano rannte mittlerweile vom Senatsgebäude zum Verteidigungsministerium. Auf der dreihundert Meter langen Strecke traf er keinen Menschen. Die Straßen waren leer, finster und kalt.
„Wurden die Xenonschiffe vernichtet?“, fragte Braks.
„Nein, die Abfangjäger sind jeden Augenblick vor Ort! Aber…“, erhielt Nil als Antwort. Dann herrschte eine lange Pause, bevor der Mitarbeiter mit versteinerter Miene fortsetzte: „In eben diesen Moment sind die Xenonschiffe weggesprungen. Sie haben sich, seit sie aufgetaucht sind, nicht von der Stelle bewegt.“
„Verdammt!“, schrie Braks und schlug mit der Faust auf Tisch.
Soeben sind die Xenon mit den geheimsten und wichtigsten Daten der Argonen in die Weiten des Alls verschwunden und Nil konnte rein gar nichts dagegen unternehmen. Er kam sich vor, wie ein Kinozuschauer, der die Geschichte vor sich sieht, aber nicht eingreifen kann.
In diesem Moment hörte Braks eine laute Stimme über die Verbindung zum Verteidigungsministerium. Der Mitarbeiter war verschwunden und er sah wie jemand, sichtlich außer Atmen, durch das Bild rannte.
„Meine Damen und Herren bringen Sie mich möglichst schnell mit konkreten Angaben auf den aktuellen Stand der Geschehnisse.“
Es war Jako, der sofort versuchte zu retten, was noch zu retten war.
Der Premierminister überlegte, was es mit dem Text der Xenon auf sich hatte.
„Die Xenon haben eure Aktivitäten beobachtet. Ihr habt unsere gestohlene Technik benutzt und weiterentwickelt. Die CPU hat beschlossen, als Strafe alle wichtigen technischen Details zu konfiszieren und für die Zwecke der Xenon zu benutzen. Die Alten haben den Xenon einen Plan zukommen lassen, der höchste Dringlichkeit besitzt. Ihr werdet weiterhin beobachtet!“
Dass es sich bei der Technik nur um den unfokussierten Sprungantrieb handeln konnte, war Braks sofort klar, denn die Goner haben diesen einst in einem sehr alten Xenonschiff gefunden und geborgen. In den letzten Jahren hatte man den Sprungantrieb verbessert und ihn zuletzt vergeblich strategisch eingesetzt. Aber seit wann haben diese Maschinen einen Sinn von Gerechtigkeit? Sie hatten eindeutig das Wort „Strafe“ erwähnt! Als wäre die CPU die Richterin über das Vergehen der Argonen. Aber welches Vergehen hatten sich die Argonen schuldig gemacht? Gestohlen hatte man den Xenon nichts!
Da kam ihm wieder die oft geführte Diskussion in den Sinn: Hatten die Terraformer, oder Xenon, ein Bewusstsein entwicklet? Ja oder nein?
Eine Frage, die tausende von Argonen, Boronen, Terraner und Paraniden die letzten Jazuras beschäftigt hatte. Eine eindeutige Antwort gab es bis jetzt nicht!
Was mit dem Plan der Alten gemeint sein könnte, erschloss sich Braks auch nicht. Wer sind für die Terraformer eigentlich die Alten? Die Terraner? Oder etwa das Alte Volk, die Erbauer der Sprungtore? Besteht ein Zusammenhang zwischen dem Ausfall der Tore und dem Plan für die Xenon?
Die Gedanken in Nils Kopf wurden zunehmend wirr. Zu viele ungeklärte Fragen, zu viele Möglichkeiten.
„Premier?“, meldete sich der Computer zu Wort und holte Braks aus seinen Gedankengängen.
Es war Jako!
„Ich habe mir eben einen groben Überblick verschafft. Es deutet alles darauf hin, dass es sich um einen gezielten Angriff der Xenon handelte, der das Ziel hatte Daten zu gewinnen. Das zylinderförmige Schiff war ein fliegender Supercomputer, der all unsere Firewalls und Passwörter gehackt hat und sich somit vollen Zugriff auf unsere Datenbank erschlichen hat.“
Desweiteren erklärte Jako, dass fast siebzig Prozent der Datenbank von den Xenon heruntergeladen wurden, auch alles über den fokussierten Sprungantrieb. Nachdem sie letztere runtergeladen hatten, sind die Daten gelöscht und überschrieben worden und damit nicht wieder herstellbar.
Das heißt, die Xenon besitzen jetzt die Möglichkeit unsere Technik in ihre Schiffe einzubauen und erfolgreich anzuwenden. Sie könnten dann jederzeit überall auftauchen.
„Eines verstehe ich aber nicht.“, bemerkte Jako noch als letztes, bevor er sich an die Arbeit machte, „Woher wussten die Xenon über unsere Entwicklung Bescheid?“


Kapitel 20 – Alles ist relativ! (*)


In dem Moment als der Sprung erfolgte, gab der Bordcomputer noch ein Wort von sich: „Achtung…“ Danach merkte Kulo Hi nur noch, wie er heftig durchgeschüttelt wurde, während in seinem Kopf das Wort „Achtung“ widerhallte.
„… Kursabweichung!“ vollendete der Computer wenige Momente später und fuhr fort, „Sprung beendet. Ziel nicht erreicht. Achtung Strahlung erreicht kritisches Niveau! Vorsicht, Massesingularität der Klasse 5 entdeckt! Achtung, Hüllenintegrität bei siebenundsechzig Prozent! Zeitsingularität entdeckt!“
Der Paranide stand wie versteinert hinter seinem Pult und schaute nach draußen. Kalvin Urako war über seine Konsole geschleudert worden, er stand mit schmerzverzerrtem Gesicht auf. Sendy Sahkarna lag mit dem Bauch über ihrem Pult und schaute verwirrt um sich.
„Fehlfunktion des Bordcoumputers?“, fragte sie daraufhin.
„Schilde!“, verlange Kelmanckagtek zur gleichen Zeit.
„Schilde aktiviert! Strahlungsniveau erreicht unbedenkliches Niveau.“, entgegnete der Bordcomputer.
Alle schauten durch die abgedunkelte Frontscheibe nach draußen und konnten nicht glauben, was sie dort sahen! Ein riesiges Schwarzes Loch tat sich auf, mit einem grell leuchtenden Ring, der in weißgelber Farbe die Umgebung erhellte. Gleichzeitig sah man aus dem schwarzen Kern dieser Scheibe eine weißlich blaue Fontäne schießen. Ein Strahl, bestehend aus extrem stark geladenen Teilchen, welche das Schwarze Loch mit Lichtgeschwindigkeit verließen.
Wir müssen sofort hier weg! Das Schiff wird in das Schwarze Loch gezogen und bald zerrissen werden!“, rief Sahrkarna und wurde dabei vom Bordcomputer unterbrochen.
„Schilde versagen in zwanzig Mizuras, Hüllenintegrität vier Mizuras nach Schildausfall. Sprungantrieb in dreißig Mizuras wieder einsatzbereit.“
Allen war klar, was das zu bedeuten hatte. Würden sie es nicht schaffen die Schilde langer aktiv zu halten, oder den Sprungantrieb schneller einsatzbereit zu machen, täte das für die Crew den Tod bedeuten. Es gab nun diverse Vorschläge Energie zu sparen, um die Schilde länger aufrecht erhalten zu können. So wurde die Beleuchtung im Schiff auf ein Minimum reduziert, der Antrieb komplett und die Sensoren zum Teil abgeschaltet. Doch es reichte nicht, so musste man in Teilen des Schiffes die Lebenserhaltung abstellen. Jetzt wurden nur noch die Brücke und der Gang zum und der Maschinenraum selber mit Sauerstoff versorgt.
Das Schiff trieb regungslos auf das Zentrum des Schwarzen Loches zu. In den folgenden Minuten berechnete der Bordcomputer die Daten für den Sprung, mit den neusten Daten, die die Sensoren über die Masse des Loches in Erfahrung gebracht hatten. Derweil prüften Kelmanckagtek und Sahkarna den Sprungantrieb auf Defekte in der Soft- und Hardware und hielten dabei auch die Aufladung der Kondensatoren im Auge, die den Antrieb mit ausreichend Energie versorgten. Nach einigen Minuten wollten sie der Brücke berichten, dass keine Fehler gefunden werden konnten und der Fehlsprung auf fehlerhafte Daten aus Aldrin hervorgerufen worden ist. Doch als sie den Computer baten eine Audioverbindung zur Brücke herzustellen, passierte nichts. Auch die Tür in den Gang zur Brücke ließ sich nicht automatisch öffnen. Der Paranide hatte bereits das Brecheisen, welches für Notfälle immer bereitstand, zur Hand und versuchte die Schiebetür zu öffnen, als sich eine tiefe, stark verzerrte Stimme meldete.
„Hier Brücke. Was gibt es?“
In diesem Moment öffnete sich auch automatisch die Tür. Sendy Sahkarna, der Naturwissenschaftlerin war sofort klar, was das zu bedeuten hatte und antwortete Kalvin Urako auf der Brücke.
„Wir haben keine Fehler finden können, offenbar waren die Daten von den Aldrianern fehlerhaft. Allerdings haben wir auf dem Schiff eine Zeitdehnung von fast dreißig Sezuras!“
Sie fuhren mit dem Lift nach oben und gingen den Gang entlang zur Brücke.
Dort schaue sie Kulo Hi ganz entsetzt an: „Sie waren ganze fünfzehn Minuten außerhalb der Brücke! Der Bordcomputer hat festgestellt, dass die Zeit im Maschinenraum aktuell schon fünfundzwanzig Minuten hinter der Zeit auf der Brücke liegt. Wir treiben offenbar rückwärts durch den Raum. Der Bordcomputer hat die Berechnungen abgeschlossen, aber der Antrieb ist immer noch nicht geladen und die Schilde werden bald versagen.“
Ein Blick aus der Frontscheibe zeigte nur ein strahlend grelles Licht, da die Verdunklung aus Energiespargründen ebenfalls ausgeschaltet worden war. Die Situation wurde immer schwieriger und unübersichtlicher. Der Computerprozessor lag in einer Wand auf der Brücke, hier war die kritische Zeit von dreißig Minuten bereits überschritten. Der Schildgenerator aber, befand sich im Maschinenraum und müsste nach aktueller Rechnung noch genügend Energie haben. Die Zeitdehnung und die Gravitation machte dem Schiff sehr zu schaffen. Den Personen an Bord, war es nicht mehr möglich die Situation in irgendeiner Weise einschätzen zu können. Sie waren voll und ganz auf die Angaben des Bordcomputers angewiesen, der zur Berechnung der aktuellen Lage mit maximaler Auslastung lief und daher die Lebenserhaltung, außer auf der Brücke, überall abgestellt hatte.
„Systeme versagen in fünf Minuten auf der Brücke und in dreißig Minuten im Maschinenraum. Letzter Datenfluss voraussichtlich in sieben Minuten auf der Brücke und in zweiunddreißig im Maschinenraum. Schilde versagen in vier Minuten auf der Brücke und in neunundzwanzig Minuten im Maschinenraum.“, berechnete und Computer und kündigte sein Schweigen an.
Der Paranide überlegte einen Moment und stellte fest, dass in acht Minuten die Brücke zerstört werden würde und schickte sofort den Befehl ab, um den Sprungantrieb zu aktivieren.
„Wir können jetzt nur noch hoffen, dass der Bordcomputer einen Fehler gemacht hat. Treffen seine Berechnungen so ein, sind wir in jedem Falle tot.“
Sie beschlossen die Notfallraumanzüge anzuziehen, in der Zeit die ihnen verblieb. Dies würde die Chancen zu überleben minimal erhöhen.
Nun konnten sie nur noch warten und hoffen, dass sich der PC verrechnet hatte. Die Gedanken in Sendys Kopf schwirrten wild umher. Sie hatte große Angst und fühlte sich hilflos, da sie nichts unternehmen konnte. Sie dachte an Jako Brano, ein intelligenter, zielstrebiger Mann. Sendy musste kurz grinsen, als ihr der Gedanke kam, wie friedlich er ist. Er kann keiner Fliege etwas tun, arbeitet aber im Verteidigungsministerium…
Ein Knall war zu hören, dann wurde ihr schwarz vor Augen. Sie spürte wie die künstliche Schwerkraft verschwand und verlor sogleich das Bewusstsein.


(*) Zum besseren Verständnis der physikalisch sehr anspruchsvollen Sachverhalte, verwende ich weiterhin das irdische Zeitsystem und nicht das Zurasystem. Das Zurasystem wäre aber inhaltlich das Richtige, da man sich nicht mehr in Aldrin aufhält!
__________
Fortsetzung folgt...


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Wie geht es nach X3TC weiter? Eine Fortsetzung: http://forum.egosoft.com/viewtopic.php?t=298871
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Zarzunaba





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Klasse neue Teile... Schreib schnell weiter Very Happy

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Profitgier





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Und weiter geht es im Text mit einem weiteren Highlight, wie ich finde. Hoffe es gefällt!

Kapitel 21 – Bilder für die Ewigkeit

Auf Argon Prime wurden in den letzten Tazuras alle Kräfte aufgebracht, um herauszufinden, wie es den Xenon so schnell gelang, die Firewall des Regierungscomputer zu hacken. Diese gehörte, während der Gemeinschaft der Planeten, zu den am sichersten geschützten Datenbanken, neben den Datenbanken der Terraner. Gleichzeitig ging es um den Aufbau einer neuen und undurchdringbaren Firewall, der von einem guten Dutzend terranischen und argonischen Informatikern geleitet wurde.
Parallel dazu saßen einige Historiker und Goner zusammen, die versuchten herauszufinden, was es mit dem Text der Xenon auf sich hatte. Einig war man sich, dass mit den „Alten“ das Alte Volk gemeint war, die auch die Sprungtore hervorgebracht hatten. Diese hatten den Xenon, zumindest nach deren Aussage, einen Plan zukommen lassen, der erfüllt werden muss. Ob bei dem Plan ein Zusammenhang mit dem Ausfall des Torsystems bestand, konnte man nur vermuten. Daher suchte man nach Anhaltspunkten, die erklären könnten, was der Plan beinhaltet.
Beide Gruppen waren im Verteidigungsministerium untergebracht und Jako Brano hatte den Auftrag, die aktuellen Informationen Premier Braks vorzutragen.
Brano fragte die Assistentin des Premiers, ob dieser gerade Zeit habe. Diese verneinte zuerst, aber als der Verteidigungsminister meinte, es ginge um wichtige Dinge, ließ sie ihn gewähren.
Erstaunt sah er dann im Büro von Nil Braks einen hochrangigen Militär, sowie den Ingenieur und Schiffsbauer der Weltraumwerft am Schreibtisch sitzen.
„Herr Braks, was planen Sie denn hier?“, frage Brano mit einem breiten Grinsen.
„Setzen Sie sich zu uns, ich will es Ihnen erklären.“, sagte Braks und rutschte mit seinem Stuhl ein Stück beiseite.
Jako holte sich ebenfalls einen Stuhl und setzte sich dazu. Auf dem Tisch lag groß ausgebreitet der Bauplan des neuen Trägers. Der Träger sollte der stärkste und bestausgerüstete werden, den die Argon jemals gebaut hatten. Eigens für ihn wurde der Schiffsbauhangar der Schiffswerft um das Dreifache vergrößert. Außerdem soll der Träger bis zu hundert Jägern, kleinen Transportern und Zivilschiffen Platz bieten.
„Nach dem Angriff der Xenon hab ich mir viele Gedanken gemacht, was passieren könnte und würde, wenn die Maschinen das Regierungsviertel zerstören. Sie würden nicht nur die wichtigsten Bewohner dieses Planeten töten, sondern auch jegliche politische Einflussnahme. Daher habe ich beschlossen dem neuen Träger ein Deck ausschließlich der Regierung und der Ministerien zur Verfügung zu stellen, damit diese auch bei der Zerstörung von Argonia City handlungsfähig bleibt.“, legte Nil Braks dar und zeigte seine Ideen auf dem Ingenieursplan.
Jako Brano befand die Planung für gut und brachte weitere Vorschläge ein. Eines war aber klar, die Neuplanung würde die Bauzeit verlängern und die Kosten nach oben treiben, aber man musste um jeden Preis vorbereitet sein.
Glücklicherweise hatte man auf einigen Asteroiden im inneren Sonrasystem reiche Erzvorräte gefunden, die es Argon Prime ermöglichten kostengünstig und schnell neue Raumschiffe zu bauen. Die Technik der Terraner erwies sich dabei ebenfalls von Vorteil.

Wenige Momente später leuchtet auf dem Computerbildschirm auf Braks Schreibtisch ein großes rotes Fenster auf, eine Eilmeldung aus dem Verteidigungsministerium.
„Ist bestimmt für Sie, Herr Brano.“, sagte Braks und sie tauschen die Plätze.
Jako fixierte das Wort „Annehmen“ auf dem Bildschirm mit seinen Augen und ein neues Fenster öffnete sich.
Es zeigte einen Mitarbeiter, welcher sofort loserzählte: „Ein unbekanntes, offenbar beschädigtes Schiff, ist am Sektorrand aufgetaucht. Es antwortet bisher auf keine Rufe und sendet auch keinen Erkennungscode. Es scheint ein Geisterschiff zu sein. Herr Brano, ist denn der Premier anwesend?“
Dieser schob sich daraufhin ins Bild und es begann ein Austausch von Argumenten, Hinweisen und Thesen. Ziel dieser Diskussion war es abzuwägen, ob das Schiff feindlich oder freundlich gesinnt war und welche Maßnahmen zu ergreifen seien.
Braks ließ daraufhin eine Jägerstaffel und ein Rettungsschiff zu dem unbekannten Objekt starten.
Nun befassten sich im Büro alle wieder mit dem Bauplan und wollten sich im Planungsbüro des Senats das Schiffsmodell als dreidimensionale Darstellung ansehen, um die Änderungen und Verbesserungen genauer sehen zu können.
Etwa zwanzig Mizuras später standen der Premier, Verteidigungsminister, Ingenieur und der Militär vor der Darstellung, als die Kommunikationsanlage eine eingehende Nachricht meldete.
„Es ist unser Sprungschiff! Es ist zurück, aber offenbar hat es keiner überlebt. Wir halten Sie auf dem Laufenden.“, hieß die Information aus dem Verteidigungsministerium.
Jako Brano stand versteinert mit halb offenem Mund da, er fühlte sich innerlich leer. Er hatte immer gehofft, dass seine Freundin Sendy Sahkarna noch irgendwo lebt, aber es mit dem Schiff nicht mehr nach Agron Prime schaffte. Doch nun hatte er offenbar Gewissheit, dass sie tot ist.
„Das Militär soll noch ein Aufklärungsteam hinterher schicken! Ich will wissen, was da passiert ist.“, drängte der Premier.
Jako meldete sich sofort freiwillig für das Aufklärungsteam und machte sich sofort auf den Weg zum Landeplatz, von wo das Team starten wird.

Das Aufklärungsteam bestand aus einer fünf Mann starken Gruppe, das mit einem sehr schnellen kleinen Raumschiff auf das Ziel zusteuerte. Dabei war ein Informatiker, der sich um die Informationen im Bordcomputer kümmert, ein Arzt, der die Toten untersuchen soll, ein Ballistiker, der die Schäden am Schiff einordnen kann, ein Wissenschaftler, der den Sprungantrieb bergen muss und Jako Brano als Vertreter des Verteidigungsministeriums.
Trotz des schnellen Schiffs vergingen sehr lange acht Stunden, bis das Aufklärungsschiff zeitgleich mit dem Rettungsschiff am Fundort eintraf. Zunächst wurde eine Kameradrohne ausgesetzt, die langsam das Schiff von nahem betrachtete. Nun war es auch eindeutig, dass es sich um das Sprungschiff handelte. Die Kameradrohne flog nun hinter dem Schiff hervor und seitlich nach vorn. An der Seite sah man große Risse und zerborstene Metallplatten.
„So etwas habe ich, bei einem dermaßen stabil gebauten Schiff, noch nie gesehen!“, sagte der Ballistiker.
Einige Meter weiter klaffte ein großes Loch, durch das man in den Aufzugsschacht schauen konnte. Das Licht der Scheinwerfer der Drohne zeigte viele herabhängende Kabelstränge und austretenden Dampf aus zahlreichen Rissen.
Die Drohne steuerte nun langsam und Vorsichtig auf die kleine Brücke zu. Schnell zeigte sich, dass die Frontscheibe geborsten war. Doch was sich dann zeigte, verschlug Allen die Sprache! Ihnen zeigte sich eine Szene, die sie wohl nie vergessen werden!
An der Rückwand der Brücke schwebten vier Personen in Raumanzügen im Scheinwerfer Licht der Drohne. Einzig die magnetischen Unterseiten der Fußsohlen der Raumanzüge verhinderten, dass die Crew des Sprungschiffes durch die Weiten des Alls getrieben worden war. Dennoch war bis jetzt nur klar, dass es sich um die Crew handeln musste, da es sich um einen paranidischen, boronischen und zwei argonische Weltraumanzüge handelte. Allerdings reagierte keiner von ihnen auf das Licht der Drohne. Das Rettungsschiff brachte sich sofort in Position, um durch das große Loch in der Frontscheibe der Brücke zu der Crew zu gelangen.
Die Frachttür des Schiffes öffnete sich und mit einem beherzten Sprung bewegten sich drei Argonen in Raumanzügen schwebend zu dem Sprungschiff. Sie versuchten sich an den beschädigten Konsolen festzuhalten oder sich gegenseitig abzubremsen, sodass ihr Raumanzug mit den magnetischen Fußsohlen auf dem Boden Raumschiffes haften konnten. Einer der Argonen konnte einen ersten Blick auf die Anzeigen des Anzuges von Kalvin Urako werfen.
„Urako lebt, ist aber bewusstlos. Aber der Sauerstoffvorrat ist fast erschöpft. Wir müssen uns beeilen!“
„Die anderen Leben ebenfalls, aber keiner ist ansprechbar.“, ergänzte ein anderer.
Jako Brano war erleichtert, auch Sendy lebte, man wusste aber nicht, ob das Ereignis bleibende Schäden verursacht hat.
Die Rettungsmannschaft hatte zwischen ihrem Schiff und dem Sprungschiff nun ein Stahlseil gespannt. An diese wurden die Raumanzüge eingehakt und nach vorne gestoßen. Nach einander flog die Rettungscrew mit den vier zurück auf das Rettungsschiff, während sich alle an Bord des Aufklärers bereitmachten das Sprungschiff zu betreten. Als nächstes zog man den Bewusstlosen die Raumanzüge aus und legte sie auf Betten, ein Arzt untersuchte sie sofort. Schnell stellte er fest, dass alle ein Schleudertrauma davongetragen hatten und ihre Körper einem zeitlichen Fluss ausgeliefert gewesen sein müssen. Er verlangte für die Argonen sofort ein Beatmungsgerät, der Borone würde in seinem Umweltanzug, den er unter dem Raumanzug trug überleben, um ihn richtig behandeln zu können, muss man nach Argonia City. Paraniden waren sehr zähe Kreaturen, die auch einige Zeit im freien Weltraum überleben konnten.
Mittlerweile hatte der Aufklärungstrupp das Sprungschiff erreicht und mit den Untersuchungen begonnen. Schnell war klar, dass das Schiff nicht mehr fliegen würde. Der Bordcomputer war stark beschädigt und nicht mehr funktionstüchtig, alle Schiffssysteme sind zerstört oder ausgefallen und die Hülle des Schiffes sah auch nicht mehr stabil aus. Dem Wissenschaftler fiel außerdem auf, dass einige farbliche Veränderungen der Innenhaut des Schiffes auf der Brücke auf Alterserscheinungen zurück zuführen waren.
„Wenn ich es nicht besser wüsste könnte man meinen, dass Teile der Brücke hunderte Jazuras älter sind als andere. Ich kann mir das überhaupt nicht erklären.“, stellte der Wissenschaftler schockiert fest.
Die Kameradrohne war mittlerweile durch ein Loch in der Außenhülle in den Frachtraum gelangt und zeigte ebenfalls Schäden, die es eigentlich gar nicht geben dürfte! Die aufgedampfte Schutzschicht auf den Wänden war abgeblättert und lag über den Boden verstreut, der Blasen gebildet hatte. Auf der Decke hatten sich Rostbeulen gebildet. Dabei war die Schutzschicht für eine Haltbarkeit von über hundert Jazuras ausgelegt. Der Rost muss also erst nach etwa hundert Jazuras entstanden, sein, was heißt, dass der Schiffsteil über dieses Zeitraum mit Sauerstoff versorgt worden sein muss! Damit hat das Schiff Wissenschaftsgeschichte geschrieben. Das Sprungschiff muss auf jeden Fall geborgen und ausführlich untersucht, der Sprungantrieb geborgen und der Bordcomputer sichergestellt werden.

Schon auf dem Weg nach Argon Prime erlangte der Paranide das Bewusstsein wieder und schlug zunächst verwirrt um sich. Es dauerte eine Weile bis er sich beruhigt hatte und er die stechenden Schmerzen im ganzen Körper spürte. Diese waren nicht verwunderlich, denn der Arzt hatte bei allen Leuten der Crew festgestellt, dass sich die Körper im zeitlichen Fluss befunden hatten, also verschiedene Körperteile älter waren als andere. Der Effekt war zwar auf wenige Stunden begrenzt, reichte aber aus um viel Gewebe im Körper zu schädigen. Auch Organe und vor allem das Gehirn waren diesbezüglich am empfindlichsten.
Nachdem der Arzt dem Paraniden Schmerzmittel gegeben hatte, beruhigte er sich zunehmend und begann von den wichtigsten Erlebnissen zu Berichten.
Auf dem Flug nach Argon Prime kamen auch die anderen wieder zu sich und wurden sogleich ärztlich behandelt. Sie würden noch einige Wochen zur Beobachtung im Krankenhaus verbleiben, denn was ihnen widerfahren war, ist geschichtlich einmalig und wird daher genauestens untersucht. Zuvor war aber ein Treffen auf der argonischen Schiffswerft mit Regierungsvertretern angesetzt.
Noch vor der Landung versuchte man Kulo Hi, Kalvin Urako, Sendy Sahkarna und Kelmanckagtek schonend bei zu bringen, dass während ihrer Abwesenheit zwei Jazuras vergangen waren. Ihnen ist schon beim Kampf gegen die Kräfte des Schwarzen Loches klar gewesen, dass sie eine Zeitreise machen würden, dass diese aber Jazuras umfasst, überraschte die Crew dennoch gewaltig. Vieles hatte sich geändert und vieles war passiert. Braks wurde zum Premierminister gewählt, die Xenon hatten den Sektor angegriffen, es gab einen Friedensvertrag mit den Terranern, mit denen der Technologieaustausch florierte und die gigantischen neuen Projekte machten deutlich, was in zwar Jazuras alles passieren konnte.
Beeindruckt von der neuen Schiffswerft lief die Crew unter Begleitung in einen Konferenzraum auf der Schiffswerft. Dabei konnten sie einen Blick durch die Fenster des Ganges auf den Träger der SPES-Klasse werfen, der sich im Bau befand. Die haushohen Roboter, die um das Prachtstück herum schwebten, sahen im Vergleich zu dem Träger aus wie Ameisen.
Der Gang, durch den sie liefen, machte einen Knick nach rechts. Kulo schwebte in seinem Umweltanzug voran, dahinter liefen Sendy und die anderen. Als Sendy am Ende des Ganges Jako stehen sah, rannte sie los. Dabei hätte Sahkarna fast den Boronen umgerannt, dessen Kompensatoren am Umweltanzug konnten das gerade so noch verhindern. Sie hatte vor kurzem nicht erwartet ihn jemals wieder sehen zu können. Auch eher kam ihr schnellen Schrittes entgegen. Während sie sich umarmten flossen beiden die Tränen über den Wangen. Für Jako war sie bereits seit langem tot. Er hatte bereits versucht sie aus seinen Gedanken zu verdrängen, aber es gelang ihm nicht. Nun hielt er sie in den Armen und würde sie am liebsten nicht mehr loslassen.
Auch Braks und die anderen umarmten sich. Dem Paraniden gegenüber verbeugte sich der Premier, Kelmanckagtek tat es ihm gleich.
Nun drehten sich alle um und schauten Jako und Sendy an, die sich immer noch in den Armen lagen.
Jako war in diesem Moment der glücklichste Argone im Sonrasystem.
„Ich liebe dich.“, flüsterte er Sendy ins Ohr.
__________
Fortsetzung dann in etwa 3 Wochen.


_________________
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Wie geht es nach X3TC weiter? Eine Fortsetzung: http://forum.egosoft.com/viewtopic.php?t=298871
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Zarzunaba





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PostPosted: Wed, 31. Oct 12, 21:32    Post subject: Reply with quote Print

brauchbarer neuer teil, bin echt gespannt wies weitergeht Smile

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trekki001



MEDALMEDALMEDAL

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guter Teil freue mich schon auf die Fortsetzung Smile

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